Sport : Eine Enttäuschung

Grönefeld unterliegt in Wimbledon in Runde eins

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London - Von allen deutschen Tennisspielern in Wimbledon trug Anna-Lena Grönefeld in diesem Jahr die größten Hoffnungen. Als Nummer 13 hatten sie die Organisatoren des All England Clubs gesetzt, weil sie ihr beim bedeutendsten Tennisturnier des Jahres eine wichtige Rolle zugetraut haben. Doch Anna-Lena Grönefeld konnte den hohen Erwartungen nur sehr kurz gerecht werden. Nach einem guten ersten Satz unterlag sie der 83. der Weltrangliste, Swetana Pironkowa aus Bulgarien, mit 6:3, 3:6, und 1:6.

Anna-Lena Grönefeld war nur die letzte deutsche Enttäuschung an einem Tag, an dem die negativen Überraschungen überwogen. Rainer Schüttler und Alexander Waske verabschiedeten sich ebenso mit dem ersten Match. Für den Frankfurter Waske kam das Aus trotz einer Energieleistung gegen den Italiener Stefano Galvani mit 14:16 im fünften Satz. Ausgeschieden sind auch die Qualifikanten Benedikt Dorsch und Michael Berrer sowie Simon Greul. Drei deutsche Spieler schafften es gestern immerhin in die zweite Runde. Neben Thomas Haas und Philipp Kohlschreiber überraschte der Debütant Benjamin Becker positiv. Er lieferte beim hart umkämpften 6:3, 3:6, 6:3, 6:4 gegen den auf Rasen nicht so starken Argentinier Juan Ignacio Chela eine prima Leistung ab.

Das Glanzlicht bot Titelverteidiger Roger Federer, der mit seinem 42. Sieg auf Rasen in Folge den Schweden Björn Borg als Rekordhalter ablöste. Der Schwede war zwischen 1976 und 1981 in 41 Matches in Wimbledon unbezwungen geblieben. Federer spielt nach dem 6:3, 6:2, 6:2 gegen den Franzosen Richard Gasquet nun gegen den Briten Tim Henman. „Ich bin sehr froh über meine Leistung“, sagte Federer, „mal sehen, ob es noch besser geht.“

Lauter als beim Ersten der Weltrangliste aber ertönte der Applaus bei Andre Agassis Match. Der Amerikaner hat angekündigt, dass er nach den US Open seine Karriere beenden werde. Bei seinem ersten Abschiedsspiel in Wimbledon wurde der Champion von 1992 von den 13 800 Zuschauer auf dem Center Court mit Ovationen begrüßt – und nach dem 2:6, 6:2, 6:4, 6:3 gegen den Serben Boris Paschanski ebenso freundlich verabschiedet. dpa

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