Sport : Eine ganz andere Liga

Beim Prix d’Amerique trifft sich die Elite der Traber

Heiko Lingk

Paris – Am Sonntag schauen viele Pferdesportliebhaber nach Paris. Auf dem Hippodrom in Vincennes, am östlichen Rand der französischen Hauptstadt, wärmen sich die 18 besten Sulkygespanne für den mit einer Million Euro dotierten 84. Prix d’Amerique auf. Favorit bei dem Trabrennen ist der französische Hengst Jag de Bellouet. Insgesamt 87 Mal ging der achtjährige Hengst bisher an den Start und gewann dabei 2,37 Mio. Euro Preisgeld.

Nach zwölf Siegen hintereinander erscheint Jag de Bellouet unbezwingbar. Doch im letzten Jahr musste der Topfavorit einem Konkurrenten den Vortritt lassen, der am Sonntag nicht mit dabei ist: Abano As. Für den besten deutschen Traber kommt der Prix d’Amerique nach einer Verletzung zu früh. Der Hengst von Paul Schockemöhle wird erst im späteren Saisonverlauf in den USA starten.

So wird nur die Mariendorfer Bruno-Cassirer-Siegerin Global Winner aus dem Rennstall von Marion Jauß als deutsches Pferd im Pariser Rahmenprogramm laufen. Aber das ist ja auch schon was, denn die Begeisterung der 40 000 Zuschauer auf der Tribüne in Vincennes und die hohen Wetteinsätze machen den Gegensatz zu dem wirtschaftlich vor sich hin dümpelnden deutschen Trabersport deutlich. So fließen allein 50 Millionen Euro in dem Pariser Rennen durch die Pariser Totokassen.

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