Sport : Eine geile Bombe

Das Sven-Hannawald-Glossar

Benedikt Voigt

Sven Hannawald war beim Weltcup-Springen in Willingen am Wochenende einmal mehr erfolgreich. Allerdings überkommt den Zuhörer bei manchen Wörtern, die Sven Hannawald gebraucht, ein komisches Gefühl. Hat er das nicht schon einmal gesagt? Wer aufmerksam zuhört, wird in Hannawalds Wortbeiträgen einige Lieblingsausdrücke erkennen können. Wir erklären, was er damit meint.

Bombe , die; darf nicht mit dem gleichnamigen Sprengkörper verwechselt werden. Hannawald bezeichnet damit einen Sprung, der besonders gut gelungen ist. Vorzugsweise einen, mit dem er den Wettbewerb für sich entscheidet. Das Substantiv wird oft mit dem Adjektiv „geil“ kombiniert. Beispiel: eine geile Bombe.

Ding machen , mein; der absolute Evergreen. Seit der Vierschanzentournee 2001 auch der breiteren Bevölkerung bekannt. Erklärt alles und nichts und ist deshalb auf gutem Weg, dem Beckenbauerschen „Schaun mer mal“ Konkurrenz zu machen (->siehe Zeugs machen).

Granate , die; (-> siehe Bombe).

Großen und Ganzen , im; ist der absolute Renner der Saison 2002/2003. Fast kein Satz von Sven Hannawald, der ohne diesen Platzhalter auskommt. Ist auch praktisch, da der Sprechende noch eine Sekunde mehr hat, um die nächsten Worte zu überdenken.

Rakete , die; (-> siehe Bombe).

Raushauen ; meint den Absprung von einer Skisprungschanze. Tritt nie isoliert auf, sondern meistens in Verbindung mit dem Adjektiv „geil“ sowie den Substantiven -> Bombe, -> Granate, -> Rakete. Beispiel: eine geile Granate raushauen.

Von dem her ; war der absolute Renner der vergangenen Saison, ist aber durch -> im Großen und Ganzen abgelöst worden. Womöglich, weil die Hänseleien von Wolfgang Steiert nervten. Der Kotrainer zählte bei einer Pressekonferenz in Salt Lake City laut mit, wie oft Sven Hannawald diesen Ausdruck benutzt hat. Er kam bis fünf.

Zeugs machen , mein; noch beliebter als -> Ding machen. Bedeutet dasselbe. Also gar nichts.

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