Sport : Eine Serie geht zu Ende

Die Berliner Eisbären gewinnen nach vier Niederlagen in Folge 3:2 bei den Krefeld Pinguinen

Hans-Gerd Schoofs

Krefeld - Pierre Pagé hatte vor dem Spiel seiner Eisbären in Krefeld Entschlossenheit demonstriert. „Wir werden gewinnen“, hatte der Berliner Trainer gesagt. „Da bin ich mir sicher.“ Musste sich Pagé wohl auch sein, denn nach vier Niederlagen in Folge war der Meister in der Deutschen Eishockey-Liga auf Rang neun abgerutscht. Bei einem fünften Misserfolg wäre die Kritik am jungen Berliner Team kaum abgeebbt. Doch die Spieler der Eisbären präsentierten sich gestern so entschlossen wie ihr Trainer, was mit einem 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)-Auswärtssieg und der Hoffnung belohnt wurde, dass es nun bei den Eisbären aufwärts gehen könnte.

In der Krefelder Arena war es am Dienstag auf den Tribünen überschaubar. Nur 3351 Zuschauer verloren sich auf den Rängen. Kein Wunder, hatten die Pinguine am Sonntag daheim gegen Ingolstadt (3:6) gepatzt und waren die Eisbären zuletzt als Meister ihrer Rolle nicht gerecht geworden. Trotz des Drucks auf beiden Seiten entwickelte sich aber eine interessante Partie, zunächst mit klaren Vorteilen für die Berliner, die nach Toren von Christoph Gawlik und Derrick Walser mit einer 2:0-Führung in das zweite Drittel gingen. Auch nachdem Krefeld durch Alexander Seliwanow nach der Drittelpause der Anschlusstreffer gelungen war , hatten die Eisbären die besseren Chancen. Eine davon nutzte Denis Pederson im Powerplay zum 3:1. Doch Krefeld fand durch ein Tor von Chris Herperger wieder ins Spiel zurück.

Im letzten Abschnitt hatten die Berliner bange Minuten zu überstehen, doch ihr Torwart Daniar Dschunussow gab sich keine Blöße. Die Eisbären kamen zu einem verdienten Sieg, auch wenn Trainer Pagé feststellte: „Wir waren die drei Spiele davor besser als heute und haben verloren. Anscheinend müssen wir schlechter spielen, um zu gewinnen.“ Eine interessante These, über die Pagés Spieler aber nicht lange nachdenken können. Denn schon heute fliegen sie von Düsseldorf nach München, weil sie morgen in Augsburg antreten müssen (19.30 Uhr, live auf Premiere).

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