Sport : Eine Stute als ideale Partnerin

Peter Strooper gewinnt sensationell Traber-Derby

Heiko Lingk

Berlin – Peter Strooper ist kein Sulkyfahrer, der übertriebene Emotionen zeigt – weder im Rennen, noch bei den anschließenden Siegerehrungen. Doch als er gestern den riesigen Pokal für den Triumph beim 116. Deutschen Traber-Derby vor 15 000 Zuschauern im Mariendorfer Winnercircle in Empfang nahm, musste er einen Moment lang tief durchatmen und hatte sichtlich mit seiner Rührung zu kämpfen. Aus gutem Grund: Denn dem Niederländer war wenige Minuten zuvor bei dem mit 201 308 Euro dotierten wichtigsten deutschen Trabrennen eine absolute Sensation gelungen. Siebzehn Jahre nach Sunset Lane, die diesen Klassiker in der Saison 1994 gewonnen hatte, ging erstmalig wieder eine Stute auf die Siegerparade.

Ein exzellentes Pferd, von dem der 44-jährige Strooper in allerhöchsten Tönen schwärmt. „Lobell Countess ist für mich die ideale Partnerin. Ich habe noch nie eine bessere Stute trainiert und die Braune besitzt alle Eigenschaften, die einen Traber von internationaler Klasse ausmachen“, lobte der Trabrennfahrer sein Pferde unmittelbar nach dem Triumph, den Lobell Countess mit zwei Längen Vorsprung vor dem Hengst Impact As mit dem Schweden Björn Goop im Sulky perfekt gemacht hatte. Das alles nach einer sehr offensiven Fahrt: Strooper hatte sein Pferd schon auf den ersten Metern des Rennens offensiv ins Rennen geworfen und Lobell Countess zog das Tempo an der Spitze konsequent durch.

Die Hoffnung auf einen Berliner Derbysieg zerplatzte dagegen schnell wie eine Seifenblase, denn der vom Weltrekordler Heinz Wewering gesteuerte Hengst Halali des Mariendorfer Rennvereins-Chefs Ulrich Mommert konnte zu keinem Zeitpunkt in das Rennen um den Sieg eingreifen. Der dreijährige Traber lag unmittelbar nach dem Start an letzter Position und verbesserte sich am Ende lediglich auf den siebten Rang. Doch trotz des enttäuschenden Ergebnis seines Trabers durfte Mommert über die Bilanz der Derby-Woche strahlen, denn der Wettumsatz lag mit 2,4 Millionen Euro klar über dem Vorjahresergebnis. Heiko Lingk

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