Sport : Einen Satz Philosophie

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Armin Lehmann über

das Scheitern von Hertha BSC

Abgerechnet wird am Schluss. Huub Stevens, Trainer von Hertha BSC, hat diesen Satz nach jedem Spieltag quasi in Stein gemeißelt. Er hat ihn wiederholt und wiederholt. Und man muss sagen: Es steckt ja ein bisschen Wahrheit darin, auch wenn niemand weiß, wer da mit wem abrechnet. Wenn es also gut geht für Hertha BSC, dann hilft zum Schluss der liebe Fußballgott und lässt alle Teams so spielen, dass die Berliner nach dem 34. und letzten Spieltag doch noch im UefaCup stehen. Aber so hat es Huub Stevens bestimmt nie gemeint mit seinem einen Satz Philosophie. Er meinte: Wartet ab, wir schaffen das schon, wir finden unsere Konstanz. Er hat sich geirrt. Es wird gar nicht zum Schluss abgerechnet für Hertha, sondern jetzt. Hertha kann aus eigener Kraft das ausgegebene Minimalziel Uefa-Cup nicht mehr erreichen.

Und warum? Die Verantwortlichen im Verein werden diese Frage nun beantworten müssen: intern, und um die eigenen Fehler zu analysieren. Eine Antwort wäre: Das war ja nur ein Jahr des Umbruchs, mit einem neuen Trainer, auf einer Stadionbaustelle und mit viel Pech mit den Brasilianern. Es wäre gewiss die falsche Antwort.

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