Sport : Einer dreht das Spiel

Werder Bremen macht durch drei Tore von Claudio Pizarro aus einem 0:2 gegen den 1. FC Köln ein 3:2

Erfolgreicher Ballträger. Claudio Pizarro erzielte alle Bremer Treffer. Foto: dapd
Erfolgreicher Ballträger. Claudio Pizarro erzielte alle Bremer Treffer. Foto: dapdFoto: dapd

Bremen - Es ist nicht ganz so, erinnert aber an das Wettschießen in der spanischen Liga zwischen Cristiano Ronaldo und Lionel Messi, die Woche für Woche für Real Madrid und den FC Barcelona treffen. In der Bundesliga gewann Claudio Pizarro am Samstag das Duell gegen Lukas Podolski. Nachdem es zur Pause 2:0 für den 1.FC Köln gestanden hatte, gewann Werder Bremen das Spiel dank drei Treffern von Pizarro noch 3:2.

„Er ist ein überragender Stürmer“, sagte Podolski und schimpfte zugleich: „Das darf uns nicht passieren.“ Seine Kölner sahen vor 41 500 Zuschauern nach Treffern von Christian Clemens und dem neunten Saisontor Podolskis zur Halbzeit schon wie der sichere Sieger aus. „Das ist bitter“, sagte Podolski: „Wir geben das Spiel völlig unnötig aus der Hand. “ Die Kölner verloren kurz nach der Halbzeit die Kontrolle und zudem Henrique Sereno durch Rot nach einem Foul an Markus Rosenberg im Strafraum.

Pizarro verwandelte den Elfmeter anschließend sicher – genauso wie schon vier Minuten nach Wiederanpfiff einen Drehschuss aus knapp zehn Metern Torentfernung. Der peruanische Angreifer war bis zu dieser Partie schon an elf der zwölf letzten Werder-Treffer beteiligt. Von der 78. Minute an waren die Kölner nur noch zu neunt auf dem Platz, weil Ammar Jemal verletzt vom Platz humpelte und Trainer Stale Solbakken bereits dreimal gewechselt hatte. Werder hatte nun noch mehr Platz und nutzte die Überzahl zu einem weiteren Treffer – natürlich von Pizarro. Es war sein elftes Saisontor.

Danach hatte es lange nicht ausgesehen. Wie unzufrieden Werder-Trainer Thomas Schaaf war, dokumentierte er mit einer der ungewöhnlichsten Auswechslungen seiner Laufbahn: Bereits acht Minuten vor der Pause holte der Coach gleich zwei Spieler vom Platz – Mehmet Ekici und Lukas Schmitz. Claudio Pizarro ließ er natürlich drauf. Tsp

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