Sport : Einer kommt und einer geht

Alba mit Greene, aber ohne Owens gegen Trier

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Berlin - Die einen haben Platz eins sicher, die anderen können weder absteigen noch die Play-offs erreichen. Ein Fall für leere Ränge, könnte man vor dem heutigen Basketball-Bundesligaspiel zwischen Alba Berlin und TBB Trier (18.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle) meinen. Keineswegs, mehr als 7000 Karten sind schon vergeben worden – die Halle wird voller sein als bei Spielen, in denen noch jeder Punkt zählte. Zum einen haben Schulen mehrere Hundert Freikarten bekommen, zum anderen scheinen die Fans zwei Wochen vor Play-off-Beginn Lust auf ein Basketball-Fest zu haben. Da passt es, dass Demond Greene fünf Monate nach seinem Sprunggelenk-Verrenkungsbruch sein Comeback geben soll. Chris Owens (Fersenverletzung) wird hingegen pausieren.

Albas Viertelfinalgegner wird voraussichtlich Leverkusen, Quakenbrück oder Oldenburg sein. Bis zuletzt werden diese Teams um ihre Play-off-Teilnahme kämpfen, während Alba künstlich die Spannung halten muss, um in zwei Wochen mental fit zu sein. Ein Nachteil? „Nein, für diese Phase der Saison haben wir schließlich jeden Tag Schweiß vergossen“, sagt Kapitän William Avery, „acht Wochen haben wir noch.“ Dann soll der erste Meistertitel seit 2003 perfekt sein. Auch Greene sieht den fehlenden Druck nicht negativ. „Wir haben zwei Wochen Zeit, um das Team in Fahrt zu kriegen und Selbstvertrauen zu tanken.“

Im Trainingslager in Tunesien hat sich das physisch und psychisch angeschlagene Team nach zuletzt teils wenig überzeugenden Auftritten regeneriert und das Gruppengefühl gestärkt. Gegen Trier und in Braunschweig will Trainer Henrik Rödl nun noch „das eine oder andere ausprobieren“. Bis die Bundesligasaison am 20. Mai richtig losgeht. ru

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