Sport : Einfach gelöst

Union dominiert Aue und siegt verdient 3:0.

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Köpenicker Faust. Adam Nemec brachte Union mit 1:0 in Führung. Foto: dpa
Köpenicker Faust. Adam Nemec brachte Union mit 1:0 in Führung. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - Wut schlug den Spielern von Erzgebirge Aue entgegen, als sie zu ihren Fans in die Kurve gingen. „Absteiger, Absteiger“, skandierten die mitgereisten Zuschauer aus Sachsen. Auf der anderen Seite feierten die Spieler des 1. FC Union ausgelassen mit ihrem Anhang. Die Stimmungslagen waren so unterschiedlich wie die vorangegangenen 90 Minuten einseitig. Der 1. FC Union besiegte Erzgebirge Aue vor 17 284 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei problemlos 3:0 (2:0). Für die Berliner war es der erste Erfolg nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge. Union bleibt damit in Reichweite zu Relegationsrang drei, den der 1. FC Kaiserslautern innehat.

Spielfreudig und ideenreich dominierte Union von der ersten Minute bis zum Abpfiff. Aue agierte harmlos, doch wollte Uwe Neuhaus die starke Leistung seiner Mannschaft dadurch nicht geschmälert wissen. „Wir haben es ihnen auch schwer gemacht, waren laufstark, aggressiv und haben früh attackiert“, sagte Unions Trainer.

Neuhaus hatte die Mannschaft verändert, Torsten Mattuschka kehrte nach überstandener Grippe wieder zurück, Michael Parensen rückte auf die Position des Linksverteidigers und Winterneuzugang Baris Özbek gab sein Debüt in der Startelf. Özbek war nach sechs Minuten dann auch gleich am Führungstreffer der Berliner beteiligt. Seine genaue Flanke verwandelte Stürmer Adam Nemec per Kopf zum 1:0. Überhaupt hinterließ der ehemalige deutsche Junioren-Nationalspieler einen starken Eindruck. Immer wieder zog Özbek in die Mitte und beteiligte sich am Spielaufbau. Gemeinsam mit Mattuschka und Björn Jopek bildete er das kreative Zentrum des Berliner Spiels. Trotzdem bedurfte es eines Elfmeters, um das zweite Tor zu erzielen. Kevin Pezzoni, der im Herbst kurz vor einem Engagement bei Hertha BSC gestanden hatte, riss Christian Stuff kurz vor der Halbzeit im Strafraum zu Boden. Mattuschka verwandelte sicher vom Punkt.

Aue, derzeit als Vierzehnter in der Tabelle mit akuten Abstiegssorgen, tat trotz Rückstand auch in der zweiten Halbzeit kaum etwas für die Offensive. Die wenigen Angriffe wurden halbherzig vorgetragen. Bei einem Berliner Konter spielte Mattuschka unbedrängt einen genauen Pass in den Lauf von Michael Parensen, der bis in den Strafraum vordrang und zum 3:0 traf. „Wir waren sehr passsicher und hatten immer eine Lösung parat. Das war ein sehr gutes Spiel von uns“, sagte Neuhaus. Aues Trainer Karsten Baumann sprach gar von einer „Lehrstunde“ für seine Mannschaft. „So, wie Union Fußball gespielt hat, hätten wir das auch gerne getan.“ Sebastian Stier

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