Sport : Einfach glänzend verloren Deutsche Volleyballer unterliegen Russland 2:3

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Berlin - Am Ende gab es stehenden Applaus für die deutschen Volleyballer. Die hatten gestern ihr Weltligaspiel in der Schmeling-Halle gegen Russland zwar 2:3 (14:25, 25:22, 25:21, 23:25, 7:15) verloren, doch sie hatten vor 3751 Zuschauern eine teilweise glänzende Leistung gezeigt. Heute (19.30 Uhr) treffen die Teams wieder aufeinander.

Im ersten Satz freilich noch hatte Russland eine wahre Demonstration geliefert, und dabei stand noch nicht mal die beste Formation auf dem Feld. Die Russen stehen ja bereits in der Endrunde. Bei den enorm harten Sprungaufgaben, in einem überzeugenden Block, im aggressiven Angriff, in einer guten Annahme, in allen Punkten war der Weltranglisten-Zweite den Deutschen klar überlegen.

Im zweiten Satz dann die Wende. Die Russen schalteten einen Gang zurück. Von ihrem aggressiven Spiel war nicht mehr viel zu sehen, harte Sprungaufgaben waren jetzt selten. Das ermöglichte den Deutschen eine gute Annahme und immer wieder Schnellangriffe, bei denen Stefan Hübner punktete. Zudem setzte vor allem Marcus Böhme die Russen jetzt mit harten Sprungaufgaben unter Druck. Und im Angriff kamen Robert Kromm und Jochen Schöps besser durch. Die Russen verloren damit erst ihren zweiten Satz in ihren bisher neun Weltligaspielen.

Im dritten Satz waren die Russen konzentrierter. Doch nun hatten die Deutschen ihren Rhythmus gefunden. Vor allem Schöps setzte die russische Annahme unter Druck, die deutsche Feldabwehr spielte glänzend, zwischenzeitlich führten die Deutschen 19:13. Doch dann ein Bruch im deutschen Spiel, bei den Russen kam Außenangreifer Alexander Spiridonow, die Russen glichen sogar zum 20:20 aus. Doch die Deutschen behielten die Nerven.

Auch der vierte Satz war umkämpft. Wieder überzeugten Kromm, Hübner, Schöps und Böhme im Angriff. Die Russen ließen die starken Alexander Wolkow und Khtei Taras auf der Bank, aber am Ende gewannen die Gäste knapp. Der Tiebreak freilich war dann wieder eine klare Angelegenheit. Frank Bachner

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