Einreiseverbot : Olympiasieger darf nicht nach Peking

Die chinesischen Behörden haben dem US-Olympiasieger und Darfur-Aktivisten Joey Cheek kurzfristig die Einreisegenehmigung entzogen.

Cheek, der bei den Winterspielen 2006 in Turin eine Goldmedaille im Eisschnellauf gewann, wollte zusammen mit 70 an den Sommerspielen in Peking teilnehmenden Athleten auf die umstrittene Rolle Chinas in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur aufmerksam machen.

"Ungeachtet der Tatsache, dass ich immer positiv über die olympischen Ideale gesprochen, nie zu einem Boykott aufgerufen oder Sportler aufgefordert habe, gegen IOC-Regeln zu verstoßen, wurde der Visumantrag weniger als 24 Stunden vor meinem geplanten Reiseantritt abgelehnt", sagte Cheek, Goldmedaillengewinner über 500 Meter von 2006. Cheek hat die Sportlervereinigung Team Darfur mitgegründet. Die chinesische Botschaft in Washington erklärte lediglich, sie sei nicht verpflichtet, zu den Gründen des Visum-Entzugs Stellung zu nehmen.

Die USA kündigten an, gegen die Maßnahme formalen Protest einzulegen. "Wir nehmen die Sache sehr ernst", sagte die Sprecherin von US-Präsident George W. Bush, Dana Perino, die Bush auf seiner Asien-Reise begleitete. "Wir hoffen, dass sie (die Chinesen) ihre Meinung ändern." (Tsp)

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