Sport : Eintracht Frankfurt - 1. FC Kaiserslautern: Brehmes Serie reißt in Frankfurt

Frankfurts traumhafte Serie hat weiter Bestand - Andreas Brehme kassierte mit Kaiserslautern im fünften Spiel die erste Niederlage. Beim 3:1 (1:0)-Erfolg blieb die Eintracht am Sonntagabend zum 15. Mal nacheinander im Waldstadion ungeschlagen und bewahrte Trainer Felix Magath die makellose Heimbilanz.

Vor 36 000 Zuschauern brachte Thomas Reichenberger die Frankfurter in der 44. Minute mit seinem fünften Saisontreffer in Führung. Der aus Kaiserslautern nach Frankfurt zurückgekehrte Thomas Sobotzik und der Norweger Jan-Age Fjörtoft sorgten für die weiteren Treffer und ebneten ihrer Mannschaft den Weg ins Mittelfeld. Otto Rehhagels Nachfolger Brehme verpasste am zwölften Spieltag den Sprung auf Platz zwei. Das änderte auch Tomasz Klos mit dem 1:3 zehn Minuten vor dem Schlusspfiff nicht.

"Jede Serie reißt mal", meinte Magath und baute trotz des Sieges schon mal vor. "Ich wäre beruhigter, wenn wir auch auswärts mehr ausrichten würden. Daheim gelingt uns einfach mehr." Nichts ging dagegen bei den Lauterern, die nach dem peinlichen 2:3 im Uefa-Cup gegen Saloniki erneut enttäuschten. Andreas Brehme bemühte eine ausgelutsche Fußballphrase: "Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen", sagte der Lauterer Trainer, "und wir haben unsere Chancen nicht genutzt."

Dabei hatten die ohne den unter Zahnschmerzen leidenden Mario Basler spielenden Kaiserslaurerer dank Weltmeister Youri Djorkaeff im Mittelfeld ein Übergewicht. Die ersten Chancen hatten gleichwohl die Frankfurter. Publikumsliebling Fjörtoft fand zweimal in Torhüter Georg Koch seinen Meister. Eine halbe Stunde später machte sich der Lauterer Keeper für den Norweger stark und versuchte ihn wortgewaltig nach einer angeblichen "Schwalbe" vor der Gelben Karte zu bewahren. "Er wollte keinen Elfmeter schinden", meinte er. Doch Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Landshut kannte keine Gnade, was Fjörtoft mit den Worten "das ist nicht mein Ding; ich mache keine Schwalbe" beantwortete.

Nach der ersten munteren Viertelstunde verflachte die Partie zusehends. Die Frankfurter Abwehr machte das optische Übergewicht der Pfälzer wett. Mit einem Freistoß prüfte Sobotzik Torhüter Koch (27.). Als alles schon auf den Pausenpfiff wartete, schaffte Reichenberger die Führung. Gebhardt hatte per Flanke die Vorarbeit geleistet. Für ihn war es nach wochenlanger Verletzung ein gelungenes Comeback.

"Wir haben gut gespielt", meinte Kaiserslauterns Chef Jürgen Friedrich und hoffte in der zweite Hälfte auf die Wende. Doch nach nur sieben Minuten machte Sobotzik einen Strich durch diese Rechnung. Nach glänzender Vorarbeit von Horst Held traf er freistehend zum 2:0. In der 61. Minute startete Lauterns Miroslav Klose an der Mittellinie ein Solo, ließ sich auch von Alexander Schurs kräftigen Zupfem am Trikot nicht aufhalten und scheiterte erst am prächtig reagierenden Schlussmann Dirk Heinen. Der FCK-Stürmer und Jeff Strasser verpassten in der 72. Minute nochmals die mögliche Wende, die Fjörtoft mit seinem sehenswerten Heber zum 3:0 endgültig zunichte machte.

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