Eintracht Frankfurt - FC Schalke 04 3:3 : Spektakel ohne Sieger

Eintracht Frankfurt dreht gegen den FC Schalke 04 einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung - und geht dennoch nicht als Sieger vom Platz.

Attacke in der zweiten Halbzeit. Joselu (r.) konnte mit Eintracht Frankfurt den Rückstand gegen Schalke 04 noch wettmachen.
Attacke in der zweiten Halbzeit. Joselu (r.) konnte mit Eintracht Frankfurt den Rückstand gegen Schalke 04 noch wettmachen.Foto: dpa

Eintracht Frankfurt hat an einem spektakulären Fußball-Nachmittag einen großen Schritt aus der Krise verpasst. Gegen Schalke 04 reichte es am Samstag nur zu einem 3:3 (0:2), obwohl die Mannschaft von Armin Veh in der zweiten Halbzeit aus einem 0:2-Rückstand eine 3:2-Führung gemacht hatte. Doch Benedikt Höwedes glich vier Minuten vor Schluss für Schalke 04 noch aus.

Ein Eigentor von Johannes Flum und ein Kopfball von Joel Matip hatte die Schalker früh und äußerst glücklich in Front gebracht. Erneut Flum und der fast schon in der Versenkung verschwundene Joselu drehten die Partie in der zweiten Halbzeit dann aber in nur 14 Minuten. Der Neuzugang der TSG Hoffenheim war vor der Partie nur deshalb zum ersten Mal seit dem ersten Spieltag wieder in die Anfangsformation gerückt, weil Torjäger Alexander Meier aufgrund seiner Knieprobleme doch noch passen musste. Trainer Veh hatte zuletzt mehrfach die Einstellung des 23-Jährigen kritisiert.

Während die Eintracht trotz ihrer Moral und Leidenschaft in der Bundesliga seit nunmehr acht Spielen sieglos ist, reisen die Schalker trotz einer weitgehend pomadigen und emotionsloseren Vorstellung wenigstens mit einem Teilerfolg zum wichtigen Champions-League-Spiel bei Steaua Bukarest.

Die Eintracht spielte vor 51.500 Zuschauern keinesfalls so gehemmt wie eine Mannschaft, die zuvor vier Pflichtspiel-Niederlagen nacheinander kassiert hatte. Doch nach dem ersten zielgerichteten Schalker Angriff stand es plötzlich 0:1, weil Flum eine Flanke von Atsuto Uchida ins eigene Tor verlängerte. Matip erhöhte ebenfalls per Kopf auf 0:2. Diesmal hatte Dennis Aogo die Vorarbeit geleistet. Die Schalker machten nicht viel mehr als unbedingt nötig, um diesen eher zufällig zustande gekommenen Vorsprung zu verwalten.

Nach der Pause ging es Schlag auf Schlag. Zunächst gelang Flum per Kopf der Anschlusstreffer, bei dem er auch vom schlechten Stellungsspiel des Schalker Torwarts Timo Hildebrand profitierte. Nun spielten die Frankfurter wie entfesselt: Erst war Joselu mit einem Kopfball erfolgreich, danach mit einem fulminanten Schuss aus knapp 20 Metern. Doch dann hatte Schalke mit dem Ausgleich durch Höwedes das letzte Wort. (dpa)

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