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Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 2:2 : Jansen rettet van-Marwijk-Debüt

Bert van Marwijk hat in seinem ersten Spiel als HSV-Trainer zumindest das Glück zurückgebracht. Durch ein spätes Tor von Marcell Jansen gelang den Hanseaten immerhin noch ein Teilerfolg in Frankfurt. Zumindest bis Sonntag steht der HSV nun auf Platz 15.

Peppi Schmidt
Bert van Marwijk bei seinem Debüt als HSV-Trainer Foto: dpa
Bert van Marwijk bei seinem Debüt als HSV-TrainerFoto: dpa

Der Hamburger SV hat mitten in der großen Krise einen Punkt geholt. Hatte das sehr glückliche 2:2 (1:1) bei der Frankfurter Eintracht schon etwas mit dem neuen Trainer Bert van Marwijk zu tun? Womöglich ein kleines bisschen, denn die zuletzt so anfälligen Hamburger Profis waren diesmal zumindest in der Lage zwei Rückstände aufzuholen und ein Unentschieden zu erkämpfen. "Van Marwijk ist ein guter Trainer", sagte Kapitän Rafael van der Vaart, "er hat uns gut eingestellt, auf diesen Punkt können wir aufbauen."

Dabei hatte der Neue kaum etwas geändert. Für den verletzten Diekmeier spielte Westermann rechter Verteidiger, alle anderen Positionen hatte der ehemalige holländische "Bondscoach" so besetzt wie zuletzt Interimstrainer Rodolfo Cardoso. Das einzig wirklich neue zu Beginn war eine Fan-Aktion der Hamburger Spieler, die sich nach dem Warmlaufen vor ihre Fankurve stellten und einen Klatschrhythmus anstimmten. Vor van Marwijk gab es vor dem Anpfiff das übliche Blitzlichtgewitter der Fotografen, alles andere war "business as usual".

Auch im Spiel selbst hatte van Marwijk noch nicht viel ändern können, das war nach nur zwei Trainingseinheiten auch nicht wirklich überraschend. Die Hamburger begannen zwar durchaus gefällig, blieben aber weitgehend harmlos. Was auch für ihren Anführer van der Vaart galt, der zu den schwächeren Spielern auf dem Platz gehörte. Das alles galt nur bis zur Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Da gelang dem HSV das erste Tor unter dem neuen Trainer. Lasogga traf nach einem Eckball von Calhanoglu per Kopf genau in den Winkel.

Pech für die Eintracht, dass die Hamburger ausgerechnet von einer Nachspielzeit profitierten, die sie selbst provoziert hatten. Djourou hatte sich nach einem Zusammenprall mit Anderson minutenlang behandeln lassen, um kurz darauf wieder putzmunter mitzumischen. Die Frankfurter hatten viel Ballkontrolle und Ballbesitz, taten sich aber schwer im Spiel nach vorne. Chancen waren rar. Aigner traf in der 18.Minute nach einer Flanke von Barnetta nur die Latte. In der 31.Minute war es dann wieder der starke Aigner, der sich gegen Djourou durchsetzen konnte. Seine Flanke verwertete Flum aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gastgeber. Das war verdient und wenig deutete danach auf eine schnelle Renaissance der Hamburger hin. Der neue Trainer stand wild gestikulierend am Spielfeldrand, versuchte seine Reihen zu ordnen. Das gelang bis zur Pause nicht.

Auch nach dem Wechsel war die Eintracht zunächst besser und ging wieder in Führung, Russ reagierte in der 54.Minute nach einem Eckball am schnellsten. Die Eintracht führte und begann diese Führung zu verwalten. Die Kräfte ließen nach, der HSV kämpfte sich zurück. Das zumindesthatte der Trainerwechsel bewirkt. Und sie kamen wieder in der Schlussphase zum Ausgleich. Janssen drehte sich um den passiven Jung, sein Schuss wurde noch von Zambrano abgefälscht. Van Marwijk riss die Arme hoch, der Auftakt war zumindest nicht verpatzt.um Ausgleich, als Lasogga nach einem Eckball von Hakan Calhanoglu unhaltbar einköpfte.

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