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Eintracht Frankfurt - Mainz 05 2:0 : Joselu und Meier sichern das Mittelfeld

Starke Frankfurter waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft gegen harmlose Mainzer und konnten sich etwas aus der Abstiegszone lösen. Mainz bangt nun um die letzte Europa-Chance.

Verdienter Endstand: Frankfurter Jubeltraube um Torschütze Alexander Meier (r.).
Verdienter Endstand: Frankfurter Jubeltraube um Torschütze Alexander Meier (r.).Foto: dpa

Die Erleichterung bei Eintracht Frankfurt war nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg im Rhein-Main-Derby gegen den FSV Mainz 05 förmlich greifbar. Mit dem Prestigesieg entledigten sich die Hessen fünf Spieltage vor dem Ende der Fußball-Bundesliga ihrer größten Sorgen im Abstiegskampf und können dem Saisonendspurt entspannt entgegensehen. "Das war ein riesengroßer Schritt zum Klassenverbleib. Es müsste jetzt eigentlich reichen", frohlockte Sportdirektor Bruno Hübner. Und Vorstandschef Heribert Bruchhagen erklärte: "Wir sind alle sehr erleichtert."

Veh: "Sind einfach nur happy"

Vor 50 400 Zuschauern sorgten Leihstürmer Joselu in der 52. Minute und Alexander Meier (85.) mit ihren jeweils siebten Saisontreffern für großen Jubel bei den Fans und Trainer Armin Veh. "Das war ein unheimlich wichtiger Sieg. Wir sind einfach nur happy", sagte der im Sommer scheidende Eintracht-Coach. Mit 35 Punkten ist die Eintracht Elfter, Mainz bleibt mit 44 Zählern Siebter.

Der Sieg der Gastgeber ging voll in Ordnung, da die Frankfurter über die gesamten 90 Minuten die aktivere Mannschaft waren und den FSV kaum zur Entfaltung kommen ließen. "Uns hat heute sehr viel gefehlt. Wir haben umständlich und träge gewirkt. Daher gratulieren wir ohne Groll und Häme", erklärte Mainz-Trainer Thomas Tuchel.

Beide Teams begannen zwar schwungvoll, konnten sich zunächst jedoch keine Chancen erarbeiten. Erst nach 18 Minuten wurde es gefährlich, als Stefan Aigner mit einem Kopfball an den Pfosten nur um Zentimeter die Eintracht-Führung verpasste. Die Hessen investierten insgesamt mehr in die Offensive, bei den Mainzern lag in der ersten Halbzeit das Angriffsspiel weitgehend brach. Ein harmloser Direktschuss von Niki Zimling, den Eintracht-Torhüter Kevin Trapp zur Ecke abprallen ließ, war die einzige Ausbeute der Gäste.

Frankfurt nach Führung stärker

Die Eintracht trat ganz anders auf. Zwar kamen die Gastgeber nur selten in Strafraumnähe, aber wenn, dann wurde es stets gefährlich. So auch in der 34. Minute, als Mainz-Keeper Loris Karius einen Kopfball von Joselu mit Mühe aus dem Eck kratzte. Ein weiterer Kopfball von Alexander Madlung (38.) strich knapp am Tor vorbei.

Die zweite Hälfte begann spektakulär. Nur 45 Sekunden nach Wiederbeginn flankte Zdenek Pospech auf Eric Maxim Choupo-Moting, dessen Kopfball Madlung mit einer akrobatischen Einlage von der Linie schlug. Mainz agierte nun mutiger, doch das erste Tor schoss die Eintracht. Joselu köpfte eine Hereingabe von Sebastian Jung unhaltbar ein. Sekunden zuvor hatte Tranquillo Barnetta mit einem direkten Freistoß die Latte getroffen.

Der Gegentreffer dämpfte das Mainzer Spiel. Frankfurt kontrollierte die Partie nun wieder, ohne dabei zu glänzen. Die harmlosen Gäste machten es den Hessen allerdings auch viel zu einfach. Schon im Spielaufbau unterliefen der Tuchel-Truppe zu viele Fehler, so dass die Eintracht gar nicht erst unter Druck geriet. Aufregung gab es dann nach 72 Minuten. Schiedsrichter Wolfgang Stark verwehrte einem Kopfball-Tor von Aigner wegen Abseits die Anerkennung. Es war eine knappe Entscheidung. Fünf Minuten vor Schluss war es dann aber doch soweit: Aigner bediente Meier, und der nach gut einer Stunde eingewechselte Torjäger vollendete mühelos. (dpa)

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