Sport : Eisbär Felski für vier Spiele gesperrt

Katrin Schulze

Berlin - Don Jackson hatte es geahnt. Oder eher befürchtet. „Sven wird wahrscheinlich für vier Spiele gesperrt werden“, sagte der Trainer der Eisbären Berlin nach dem 4:2–Erfolg seiner Mannschaft am Sonntag in Nürnberg. Gestern Abend wurde Jackson in seiner Annahme bestätigt: Wegen eines Kopfstoßes gegen Bryan Adams im Spiel gegen die Kölner Haie hat der Disziplinarausschuss der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Sven Felski für vier Partien vom Stürmer zum Zuschauer heruntergestuft. Zusätzlich muss der Eisbären-Profi 1200 Euro Strafe bezahlen. „Das Geld schmerzt natürlich auch, aber die Spielstrafe ist viel schlimmer“, sagte Felski.

Denn dadurch verpasst der 33-Jährige das erste Heimspiel seiner Eisbären in der neuen Großarena am Ostbahnhof. Ausgerechnet Felski. Der dienstälteste Spieler im Trikot der Berliner, der sozusagen als Pate des neuen Stadions auserkoren war. Auf Plakaten und anderen Werbeaktionen präsentiert er die schmucke Arena, auf die sein Team so viele Jahre gewartet hat. Dass er nun am kommenden Sonntag gegen Augsburg selbst nicht auf dem Eis stehen kann, schmerze ihn ungemein, sagte Felski mit belegter Stimme. Merklich mitgenommen redete der Berliner am Abend über das Urteil. „Mit so einer Härte habe ich überhaupt nicht gerechnet, aber ich muss es akzeptieren.“

Tatsächlich war die Höhe der Strafe aber zu erwarten. Schließlich hat es „den Vorfall eines Kopfstoßes schon lange nicht mehr in der DEL gegeben“ wie der Schiedsrichterbeauftragte Holger Gerstberger sagt. Auch Felskis Trainer spart nicht mit Kritik an seinem Stürmer. „Er muss sein Gehirn anschalten, bevor er solche Aktionen macht“, sagt Jackson. Und fühlt sich zu einen Vergleich mit seiner eigene Karriere hingerissen. „Früher habe ich mich selbst zu ein paar Dummheiten hinreißen lassen, die ich heute nie wieder machen würde.“ Das müsse Felski noch lernen und „das habe ich ihm nach der Begegnung in Köln auch so gesagt“. Für das erste Heimspiel der Eisbären in der O2-World kommt die Lektion zu spät. Katrin Schulze

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