Eisbär Robinson im Gespräch : „Ich geh jetzt lieber Fahrrad fahren“

Nach dem 1:6 in Hamburg wollen die Eisbären am Sonntag Wiedergutmachung. Stürmer Nathan Robinson erzählt, was die Berliner im Heimspiel gegen Wolfsburg anders machen wollen.

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Foto: promo

Nathan Robinson, was fällt Ihnen zur 1:6-Niederlage Ihrer Eisbären bei den Hamburg Freezers ein?

Nichts.

Wie bitte?

Ich will nichts sagen, ich gehe jetzt lieber Fahrrad fahren. Auf dem Ergometer (fängt an zu fahren).

Aber man wird ja wohl mal verlieren dürfen, oder?

Na gut, Sie sagen ja schon alles. Und eigentlich will ich ja nichts sagen. Aber ich rege mich ja nicht auf. Also, ich spiele jetzt schon lange genug in der Deutschen Eishockey-Liga. Ich bin mit Mannheim und den Eisbären schließlich Meister geworden. Ich weiß, wie so etwas wie das Spiel in Hamburg einzuordnen ist. Sicher war das wohl kaum unser bestes Spiel. Aber es ist doch völlig egal, ob wir hier jetzt 0:2 oder 1:6 verlieren. Wichtig ist allein, was in den Play-offs passiert.

Eine interessante Aussage. Sollte man Ihrer Meinung nach also die Hauptrunde abschaffen und gleich mit den Play-offs beginnen? Ein revolutionärer Vorschlag...

Das ist natürlich Unsinn. Erst einmal müssen wir ja uns für die Play-offs qualifizieren. Da sind wir auf dem besten Wege, das darf man nicht vergessen. Dass wir auf dem Wege dahin auch mal verlieren, ist völlig normal. Außerdem sind die Hamburger besser als ihr Tabellenplatz. Jetzt werden die stärker, weil sie einen neuen Trainer haben. Vor dem wollen sich alle Spieler beweisen und ihre neue Rolle finden. Die waren supermotiviert.

Mehr als Ihre Mannschaft?

Unsinn. Die mussten mit dem neuen Trainer ihren Fans etwas zeigen, die Freezers. Das ist doch immer so im Eishockey. Wir hatten halt Pech, dass wir gerade jetzt in Hamburg spielen mussten.

Zuletzt ist aber auffällig gewesen, dass die Eisbären nicht immer überzeugt haben, etwa beim etwas glücklichen 4:3 gegen Krefeld drei Tage vor dem Hamburg-Spiel. Wie sehen Sie das?

Ich sehe bei uns eine lange Hauptrunde mit vielen Höhen und wenigen Tiefen und dann gibt es da wie gesagt noch die Play-offs.

Bis dahin ist aber noch eine Weile hin. Was lässt sich denn kurzfristig für das Heimspiel am Sonntag gegen Wolfsburg für die Eisbären aus der Pleite von Hamburg mitnehmen?

Der Wille, es am Sonntag gegen Wolfsburg besser zu machen. Wichtig ist jetzt, dass wir auf so ein Spiel reagieren. Sie glauben doch nicht im Ernst, dass wir zwei Mal hintereinander so spielen?

Sie schließen sich da mit ein?

Ich will jetzt Fahrrad fahren.


- Das Gespräch führte Claus Vetter.


Nathan Robinson, 27, stürmt in der zweiten Saison für die Eisbären. Heute spielt der Kanadier mit den Berlinern gegen den EHC Wolfsburg (Beginn 14.30 Uhr, O2-World).

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