Eisbären-Aktion : Ganz in Pink

Stefan Ustorf spielt im Oktober mit pinkfarbenen Eishockeyschlägern. Der Eisbären-Profi engagiert sich damit für eine Benefizaktion zum Thema Brustkrebs.

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Schwarz ist out. Ab Freitag ist Ustorfs Schläger der Marke "Warrior" rosa. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
Schwarz ist out. Ab Freitag ist Ustorfs Schläger der Marke "Warrior" rosa.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Nein, normalerweise ist das nicht seine Farbe, versichert Stefan Ustorf. Dass der Kapitän der Eisbären Berlin in den nächsten Wochen trotzdem mit quietschpinken Schlägern Eishockey spielen wird, hat mit einer Benefizaktion zu tun. „Ich will auf Brustkrebs und Vorsorge aufmerksam machen“, sagt der 36 Jahre alte Angreifer. „In den USA ist es üblich, im Oktober rosa zu tragen.“ Oktober: das ist der Brustkrebsmonat und rosa ist die Farbe, die symbolisch für diese  weit verbreitete Krankheit steht – nach neuesten Studien erhält etwa eine von sechs Frauen in ihrem Leben die Diagnose Brustkrebs.

Darauf will man mit Schleifchen und anderen Accessoires  in pink aufmerksam machen. Im US-amerikanischen Sport laufen die Profi-Footballer zum Beispiel reihenweise mit rosa Schuhen  aufs Feld, und das ist nur eine von vielen Aktionen. In Deutschland hingegen sei Brustkrebs oft noch ein „Tabuthema“, findet Ustorf.  Und will deshalb seinen Teil zur Enttabuisierung beitragen. Am Ende des Monats werden seine pinken Schläger zugunsten des Susan G. Komen Deutschland e.V. versteigert, einem Verein für die Heilung der Krankheit.

Stefan Ustorf engagiert sich auch aus persönlichen Gründen – seine Frau Jodi erkrankte vor zehn Jahren an Brustkrebs. „Ohne Ärzte wäre sie nicht mehr, jetzt möchte ich etwas zurückgeben“, sagt er. Viele seiner Berliner Kollegen unterstützen ihn bei Aktion, auch sie werden schon am Freitag beim Heimspiel gegen die Augsburger Panther (Beginn 19.30 Uhr, O2-World) mit rosa Accessoires aufs Eis laufen.

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