Eisbären Berlin : Auftakt ohne Anführer

Die Eisbären starten verändert in die Saison. Nach einem Leitwolf wird noch gesucht.

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Berlin - Das breite Lachen im Gesicht von Don Jackson hat durchaus etwas Beruhigendes. Schließlich musste man sich vor gar nicht allzu langer Zeit noch Sorgen um die Gesundheit des US-Amerikaners machen. „Unser frühes Ausscheiden in den Play-offs der vergangenen Saison hat mich noch lange beschäftigt“, sagt der Eishockeytrainer. „Ich war danach erst mal zwei Monate lang krank.“ Jetzt aber kurvt Don Jackson wieder putzmunter über die Eisfläche. Am Mittwoch hat er seine Eisbären-Spieler zum Trainingsauftakt im Sportforum Hohenschönhausen versammelt und dabei „viel Energie und Enthusiasmus“ verspürt.

Tatsächlich ist Vorfreude auf die neue Saison der Deutschen Eishockey-Liga bei den Berliner Profis kaum zu übersehen – zwischen den Übungen flachsen sie in ihren schmucken Trikots und metallicblauen Helmen miteinander und tauschen die über den Sommer gesammelten Neuigkeiten aus. Mittendrin sind auch Zugang Jim Sharrow und der dänische Nationalstürmer Mads Christensen, den die Eisbären dem Ligakonkurrenten aus Iserlohn abgeluchst haben: Beim Stretching gibt er für seine neuen Kollegen schon mal den Vorturner. Abseits der Eisfläche wagt sich der 23 Jahre junge Blondschopf noch nicht so weit vor. „Ich hoffe, dass ich mich bei so einem Topklub wie den Eisbären weiterentwickeln kann“, sagt er kleinlaut. „Die Eisbären sind eine gute Adresse und in jedem Jahr ein Kandidat auf die Meisterschaft.“

Dass es nach dem Viertelfinalaus in der vorigen Saison diesmal wieder klappt mit dem Titel, glaubt jedoch längst nicht jeder. Immerhin ist Kapitän Steve Walker ebenso vom Eis gegangen wie die Leistungsträger Denis Pederson und Andy Roach. „Es ist Zeit für Veränderungen“, sagt der Trainer. „Leichter wird es nicht.“ Aber Jackson ist schon froh, dass überhaupt wieder Eishockey gespielt wird – auch seiner Gesundheit wegen. Katrin Schulze

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