Eisbären Berlin : Der Endspurt beginnt beim Tabellenführer

Für die Eisbären beginnt am Dienstag eine drei Spiele lange Auswärtstour im Kampf um die Play-offs. Erster Gegner: Tabellenführer Adler Mannheim.

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Von oben herab. Die Mannheimer um Steve Wagner (l.) dominieren die Liga.
Von oben herab. Die Mannheimer um Steve Wagner (l.) dominieren die Liga.Foto: dpa

Gut, dass es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) die Play-offs gibt, sonst wäre der Titel bereits vergeben. Denn der erste Platz ist den Adler Mannheim bei elf Punkten Vorsprung fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde kaum noch zu nehmen, zumal sie noch ein Nachholspiel haben. Schlecht ist es allerdings aus Berliner Sicht, dass es die Pre-Play-offs gibt. Denn als Tabellensiebter wären die Eisbären zurzeit nur für die Qualifikationsrunde zu den Play-offs qualifiziert. Die Berliner haben auf den Sechsten aus Iserlohn drei Punkte Rückstand und vor sich nun die schwerste aller möglichen Aufgaben – sie treten am Dienstag bei der Mannschaft an (Spielbeginn 19.30 Uhr), für die es in der Hauptrunde um nichts mehr geht: den Adlern Mannheim.

Dass die Mannheimer sich zurückhalten könnten, um dann in den Play-offs loszulegen, hält Uwe Krupp für unmöglich. „Dazu gab es zu viele harte Spiele zwischen Berlin und Mannheim in der Vergangenheit“, sagt der Trainer der Eisbären. „Bei diesem Duell spielt ganz viel mit.“ Zum Beispiel das vierte Finalspiel im April 2012: Da feierte Mannheim schon den Titel, bevor die Berliner in den Schlussminuten aus einem 2:5-Rückstand einen 6:5-Sieg machten und ein paar Tage später selbst die Meisterschaft feierten. Aber die Kräfteverhältnisse sind nun andere. Zurzeit trennen Adler und Eisbären in der Tabelle 23 Punkte, die Mannheimer haben die ersten drei Saisonspiele gegen die Berliner souverän gewonnen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Berliner auf ihrer drei Spiele langen Auswärtstour in dieser Woche – Freitag geht es nach Schwenningen, Sonntag nach München – schon in Mannheim zuschlagen.

Matt Foy ist trotzdem optimistisch. Mit den zwei Siegen am Wochenende gegen Augsburg und Nürnberg habe seine Mannschaft gezeigt, dass sie auf einem guten Weg sei. „Mannheim wird ein guter Test für uns. Und dass jetzt drei Auswärtsfahrten kommen, ist dankbar hinsichtlich der Play-offs“, sagt der Angreifer der Eisbären. „Da können wir Spieler zusammenrücken.“ Wenn da die Adler mal nicht dazwischenschießen: Denn in Mannheim scheinen sich die Investitionen von Mäzen Dietmar Hopp in dieser Saison endlich einmal zu lohnen. Manager Teal Fowler konnte kurz vor DEL-Transferschluss am Sonntag sogar von einer im Raume stehenden Verpflichtung des ehemaligen NHL-Stars Dany Heatley absehen. Das aktuelle Mannheimer Team scheint auch so auf dem Wege zum Titel zu sein – aber was heißt das schon. Noch kommen ja die Play-offs. Zum Glück für die Mannheimer Konkurrenz aus der Liga.

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