Eisbären Berlin : Es wird auf Uwe Krupp ankommen

Während die Konkurrenz von Köln bis Mannheim viel Geld in die Hand nahm, gestalteten die Eisbären ihre Transferpolitik sehr unorthodox. Ein Kommentar.

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Mach's noch einmal, Uwe: Die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft führte Uwe Krupp 2006 als Trainer zurück zur A-Weltmeisterschaft und 2010 bis ins WM-Halbfinale. Kann er in der kommenden Saison bei den Eisbären an diese Erfolge anknüpfen?
Mach's noch einmal, Uwe: Die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft führte Uwe Krupp 2006 als Trainer zurück zur...Foto: dpa

Am Montag haben die Eisbären das Mannschaftstraining aufgenommen. Vier Monate hatten die für die sportlichen Belange verantwortlichen Herren die Gelegenheit, sich nach Verstärkungen umzuschauen, um einer schon zwei Jahre lang erfolglosen Mannschaft die nötigen Impulse zu verleihen, auf dass es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) wieder zu einem Platz in den Play-offs reicht. Das wäre wichtig für einen Klub, der die Sportstadt Berlin einst mit Meistertiteln in Serie gut vertreten hat, zuletzt aber keine große Rolle mehr spielte. Doch erstaunlicherweise haben die Eisbären in ihrer Transferpolitik sehr unorthodox agiert. Sie haben ihren Kader eher verschlimmbessert als verbessert. Es dürfte eine schwierige Saison werden.

Während die Konkurrenz von Köln bis Mannheim viel Geld in die Hand genommen hat, um internationale Stars in die DEL zu locken, haben die Eisbären mit bescheidenen Mitteln neue und alte Spieler zurückgeholt. Zwei Beispiele sind prägnant, die von Micki DuPont und Kevin Nastiuk. Verteidiger DuPont ist 35 Jahre alt, er wurde von seinem vorherigen Arbeitgeber in der Schweiz suspendiert und ausbezahlt, sodass einer Rückkehr nach Berlin nichts im Wege stand. Torwart Nastiuk kam anstelle des talentierten Mathias Niederberger nach Berlin zurück, er ist auch schon 30 Jahre alt und spielte zuletzt in der zweiten Liga. Drei weitere Zugänge gibt es, darunter noch ein Rückkehrer, der Stürmer Vladislav Filin (zuvor mit Salzburg in der russischen Junioren-Liga aktiv). Wer immer den Berliner Kader mit dem aus Köln oder Hamburg vergleicht, dem kann schwindelig werden.

Aber, und das ist das Gute für die Eisbären: Sie haben mit Uwe Krupp einen Trainer, der weiß, dass es auf ihn ankommen wird. Vielleicht schafft es Krupp tatsächlich, seine in die Jahre gekommenen Leistungsträger nach zwei schwachen Jahren zu motivieren und dazu noch gute junge Spieler einzubauen. Denn es kann ja nicht sein, dass die Saison für die Eisbären schon verloren ist, bevor sie überhaupt begonnen hat.

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