Eisbären Berlin : Fans protestieren gegen Bierpreis

Beim Heimspiel gegen die Straubing Tigers am Freitag freuen sich viele Fans der Eisbären Berlin sehr nüchtern über das 10:1 ihres Teams gegen die überforderten Bayern.

Claus Vetter

Die Eisbären siegten 10:1, die Stimmung in der neuen Berliner Halle war prächtig, aber ungewohnt nüchtern: Beim Heimspiel der Eisbären am Freitag gegen Straubing protestierten die Fans aus der Stehkurve.

Die Preise des Caterings in der Halle halten die Eishockeyfans für zu hoch: 0,4 Liter Bier kosten 3,60 Euro, eine Currywurst mit Pommes Frites ist für 5 Euro zu haben. Die Fans verteilten Protestzettel, auf denen stand, dass man dem Personal an den Imbissständen eine Pause gönnen wolle. Doch nicht alle 3000 Fans aus der Stehkurve verzichteten auf ihr Bier. Und die übrigen 10 000 Zuschauer auf den Sitzplätzen konsumierten wie sonst.

Halleneigner Anschutz nimmt die Proteste ernst

Trotzdem nimmt der Halleneigner, die Anschutz-Gruppe, den Protest ernst. Sprecher Moritz Hillebrand sagt: „Wir haben Verständnis, dass die Eisbären-Fans ein anderes Verhältnis zum Bierpreis haben als ein Arena-Besucher, der nur dreimal im Jahr kommt." Für manche Eishockey-Fans sei die Halle ja fast schon "Stammkneipe“ Daher habe man den Bierbon eingeführt.

Damit bekommt der Fan für 30 Euro zehn Bier. Zudem wurde der Bratwurstpreis gesenkt, von 2,80 auf 2,50 Euro. Es habe auch schon Gespräche mit dem Fanbeirat der Eisbären gegeben, sagt Hillebrand. Die Preis-Diskussion wird dennoch weitergehen. Aus Fankreisen ist zu hören, dass weitere Aktionen geplant sind.

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