• Eisbären Berlin nach 6:2 gegen Mannheim: "Iserlohn wird anders, aber nicht einfacher"

Eisbären Berlin nach 6:2 gegen Mannheim : "Iserlohn wird anders, aber nicht einfacher"

Nach dem berauschenden 6:2-Sieg gegen die Adler Mannheim wollen die Eisbären am Sonntag gegen die Iserlohn Roosters nachlegen.

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Auch Spencer Machacek (vorn) wird bei den Eisbären immer besser. Gegen Mannheim glänzte er als Torschütze und Vorbereiter.
Auch Spencer Machacek (vorn) wird bei den Eisbären immer besser. Gegen Mannheim glänzte er als Torschütze und Vorbereiter.Foto: dpa

Petr Pohl stapfte nichtsahnend aus der Kabine. Uwe Krupp folgte ihm und holte kräftig aus. Ziel der Attacke des Trainers der Eisbären Berlin war der Allerwerteste seines Stürmers. Es war eine besondere Geste der Zufriedenheit nach einer besonderen Leistung seiner Mannschaft beim 6:2-Sieg am Freitagabend gegen Meister Adler Mannheim.

Vor allem im zweiten Drittel kreiselten die Eisbären wie in besten Zeiten durch die Angriffszone des völlig überforderten Tabellenführers der Deutschen Eishockey-Liga (DEL): „Das war außergewöhnlich gut, vielleicht war es das beste Drittel in dieser Saison“, sagte Pohl, der zwei Tore selbst erzielte und ein weiteres vorbereitete. Allerdings blickte Pohl auch gleich wieder nach vorne: „Es war nur ein Spiel, gegen Iserlohn geht es wieder bei 0:0 los.“

Am Sonntag (14.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof) steht gegen die Roosters gleich das nächste Spitzenspiel für die Eisbären an. „An denen kann man schon verzweifeln. Es wird anders als gegen Mannheim, aber nicht einfacher“, sagte Frank Hördler, der nach Verletzungspause am Freitag sein Comeback gab. Iserlohn hat in dieser Saison nur in drei Spielen nicht punkten können. Anders als Mannheim warten die Roosters eher ab und lauern auf Fehler des Gegners. „Das wird eine harte Aufgabe, aber es ist immer gut, wenn du das letzte Spiel gewonnen hast“, sagt Krupp.

Besonders auffällig ist die Tatsache, dass die Eisbären plötzlich das Tor wieder fast nach Belieben treffen. In den vergangenen beiden Partien gelangen den Berlinern 14 Treffer – dafür hatten sie zuvor noch sieben ganze Spiele gebraucht. „Wir haben an Details gearbeitet, aber das war nichts Dramatisches. Und wenn es so einfach wäre, dann würden wir in jedem Spiel vier Tore machen“, zeigte sich Krupp selbst ein wenig überrascht von der jüngsten Entwicklung.

Ein Grund für die neue Torflut könnte darin liegen, dass jetzt auch Spieler treffen, die lange Ladehemmung hatten. Pohl, Spencer Machacek und Sven Ziegler waren zuletzt regelmäßig unter den Scorern zu finden. Zu Saisonbeginn waren die Eisbären in dieser Hinsicht ausrechenbarer. Dazu stand gegen Mannheim auch die Defensive wieder sicher. Gegen Iserlohn muss die allerdings umgestellt werden, weil Henry Haase verletzt fehlt und Kai Wissmann zur U-20-Nationalmannschaft muss. In der momentanen Verfassung dürfte das die Eisbären aber kaum beeindrucken.

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