Eisbären Berlin : Sie wollen doch nur siegen

Beim ersten Play-off-Viertelfinal-Spiel gegen die Hamburg Freezers zeigen die Eisbären ihre Stärke: Im richtigen Moment sind sie da.

Katrin Schulze
Eisbären Berlin - Hamburg Freezers 5:3
Doppelter Jubel. Berlins André Rankel (links) traf gegen Hamburg zweimal.Foto: dpa

Und wieder mal lief für die Eisbären alles nach Plan – so schien es. 3:1 führten sie am Freitagabend schon im ersten Play-off-Viertelfinale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen die Hamburg Freezers, als sie plötzlich mächtig unter Druck gerieten: Hamburg kam zurück und glich aus. „Wir haben den Faden verloren“, sagte der zweimalige Berliner Torschütze André Rankel. „Aber glücklicherweise fanden wir ins Spiel zurück.“ Und wie: Im Fallen manövrierte Alexander Weiß den Puck irgendwie ins Tor der Hamburger. Drei Minuten vor Schluss schoss er den wichtigen Treffer zum 4:3 für die Eisbären, am Ende stand es 5:3.

Im entscheidenden Moment waren die Berliner da – das ist es, was die Mannschaft von Don Jackson in dieser Saison auszeichnet. Schon zum Ende der Hauptrunde zeigten sie genau zum richtigen Zeitpunkt ihre Stärke, um schließlich noch Erster zu werden. Es ist ein bisschen so, als spielten die Eisbären mit der Konkurrenz ein listiges Spiel: Jeder darf sich an ihnen versuchen und sobald der Gegner Hoffnung schöpft, sie zu schlagen, trumpfen sie erst richtig auf. Ihr Trainer Jackson formuliert diese unfreiwillige Neigung seiner Mannschaft zu dramatischen Auftritten nüchterner: „Meine Spieler sind eben da, wenn es darauf ankommt.“

Bereits am Sonntag dürfen die Eisbären bei der zweiten Viertelfinalpartie in Hamburg zur nächsten Runde antreten (Beginn 14.30 Uhr). Bis dahin fordert André Rankel allerdings eine „verbesserte Chancenverwertung und ein konstanteres Auftreten“. Nicht, dass das Spielchen irgendwann nicht mehr zugunsten seines Teams ausgeht.

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