Eisbären besiegen Iserlohn : Ein letztes Mal Zittern

Die Eisbären besiegen die Iserlohn Roosters 4:1 und spielen nun in den Pre-play-offs gegen die Straubing Tigers.

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Das reicht! Die Eisbären-Spieler bejubeln einen ihrer vier Treffer.
Das reicht! Die Eisbären-Spieler bejubeln einen ihrer vier Treffer.Foto: Skolomowska/dpa

Ausverkauft war die Arena am Ostbahnhof ja beim Spiel der Eisbären gegen die Iserlohn Roosters. Womöglich lebten viele Eishockeyfans vor ein paar Wochen mit der Sorge, dass am Sonntag das letzte Saisonspiel der Berliner stattfinden könnte. Doch so weit kam es nicht, es war schon nach dem 5:4-Sieg am Freitag gegen den ERC Ingolstadt amtlich, dass die Eisbären ab Mittwoch in den Pre-play-offs ihre Saison verlängern dürfen. Und nach dem 4:1 (2:1, 0:0, 2:0) gegen Iserlohn steht nun fest, dass die Berliner als Tabellenachter in den Pre-play-offs die Straubing Tigers empfangen. „Das war ein guter Schlussspurt, den wir hingelegt haben. Und jetzt geht’s weiter“, sagte Trainer Uwe Krupp nach dem Spiel.

Vermutlich kommen dann am Mittwoch weniger als 14 200 Zuschauer. Aber das ist an sich schade, denn gegen Straubing wird es ordentlich zur Sache gehen, ein ähnlich fahriges Spiel wie das gegen Iserlohn ist nicht zu erwarten, dafür geht es kommende Woche einfach um zu viel – für beide Mannschaften. Am Sonntag nämlich war den Iserlohnern eine gewisse Ernsthaftigkeit durchaus abzusprechen. Die Roosters traten nur noch mit drei Sturmreihen an und erweckten auf dem Eis den Eindruck, dass sie allesamt ohne Blessuren in die Sommerpause kommen wollten. Als Tabellenvorletzter ging es für die Gäste in Berlin nämlich nur noch um einen gesunden Saisonausklang.

Dabei aber ärgerten sie die Eisbären kräftig. Schon nach 39 Sekunden traf Blaine Down zum 1:0 für die Roosters. Die Eisbären würden doch nicht etwa ihren Heimvorteil in den Pre-play-offs aus ihren zittrigen Händen gleiten lassen? Tatsächlich fanden die Berliner Mittel gegen die eigene Unsicherheit. Nach Toren von Louis-Marc Aubry und Florian Busch führten sie nach dem ersten Drittel dann 2:1. Doch viel funktionierte trotzdem nicht im Spiel der Profis von Uwe Krupp, insbesondere das Überzahlspiel war nicht besser als das eines handelsüblichen Tabellenachten in der Deutschen Eishockey-Liga – aber mehr sind die Eisbären ja in der am Sonntag abgeschlossenen Hauptrunde auch nicht geworden.

Dafür war es am Sonntag spannend, zumal es in den anderen Hallen ähnlich eng zuging wie in Berlin. Bremerhaven oder Straubing? Das war die Frage für die Eisbären, mit der sie sich im letzten Drittel lange nicht beschäftigen konnten. Erst das Tor von Laurin Braun zwölf Minuten vor Schluss brachte klare Verhältnisse. Darauf traf noch Daniel Fischbuch zum 4:1.

Nun also geht es für die Eisbären ab Mittwoch in der nach dem Modus „Best of three“ ausgespielten Serie gegen Straubing. Gegen die Bayern, bei denen sie am Freitag im Auswärtsspiel antreten müssen, haben sie in dieser Saison bisher nicht gut ausgesehen und drei von vier Spielen verloren. Aber was heißt das schon für die Pre-play-offs? „Das wird eine harte Nummer, da müssen wir als Team an einem Strang ziehen und defensiv gut stehen. Dann klappt das“, sagte Fischbuch – und klang dabei durchaus zuversichtlich.

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