Sport : Eisbären besiegen mit Denis Pederson Augsburg 3:2

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Berlin - 116 Sekunden waren gespielt, da sprang die vierte Reihe der Eisbären erstmals über die Bande aufs Eis. Mit Denis Pederson. Zur Begrüßung spendierten ihm die 14 200 Fans in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof einen krachenden Applaus, schließlich lag es schon einige Zeit zurück, dass sie den Mittelstürmer zuletzt gesehen hatten – Pederson fehlte zehn lange Monate. Freuen durfte sich der 36-Jährige aber nicht nur über sein gelungenes Comeback beim 3:2 (0:2, 1:0, 2:0)-Sieg über Augsburger Panther, sondern auch darüber, dass seine Berliner dadurch die Spitzenposition der Deutschen Eishockey-Liga übernahmen.

Es war eine ungewohnte Rolle für Denis Pederson, der eigentlich immer in einer der vorderen Formationen aufläuft. Doch nach einer schweren Knieverletzung musste er sich erst einmal hinten einreihen und mit relativ wenigen Einsätzen begnügen. Gleich bei einem seiner ersten Wechsel am Freitag fiel dann auch der erste Treffer des Abends, allerdings für den Gegner. Chad Bassen verwertete in der 13. Minute den ersten ernstzunehmenden Angriff der Panther. Denn im Prinzip bestimmten die Berliner das Spiel, brachten es anfangs allerdings nicht fertig, aus ihren vielen Chancen auch ein Tor zu machen. Zu uninspiriert präsentierten sich die Eisbären, und manchmal auch zu nachlässig. Kaum passten sie das nächste Mal nicht auf, stand es schon 2:0 für die Gäste.

14 Partien in Folge hatte der Tabellenzehnte aus Augsburg zuvor nicht mehr auf fremden Eis gewonnen und nun führte er beim Deutschen Meister. Dass den Gastgebern gleich drei Verteidiger verletzungsbedingt fehlten, war nicht zu übersehen. Abwehrspieler Frank Hördler knallte den Puck zwar noch zum Anschluss ins Tor, musste danach allerdings mit Verdacht auf Kieferbruch ins Krankenhaus. Wenigstens klappte es irgendwann im Berliner Angriff, der sich allmählich warm gespielt hatte und nur auf bedingte Gegenwehr der Augsburger stieß. Gleich zu Beginn des Schlussdrittels traf Florian Busch, fünf Minuten später war es Sven Felski, der das Spiel tatsächlich noch drehte. Spannend hatten es die Eisbären gemacht an diesem Abend, am Ende jedoch feierten sie – den Sieg und die Rückkehr eines Lieblings. Katrin Schulze

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