Eisbären empfangen Schwenningen : Zurück zur Konzentration?

Mit zwei Niederlagen in Folge haben die Eisbären das Jahr 2015 beendet. Nach dem Verlust der Tabellenführung wollen die Berliner nun gegen Schwenningen den Frust abbauen.

Claus Vetter
Da legst du dich hin. Darin Olver (unten) und der Ex-Berliner Boris Blank (rechts).
Da legst du dich hin. Darin Olver (unten) und der Ex-Berliner Boris Blank (rechts).Foto: Imago/König

Der Plan war einfach. Die Eisbären Berlin wollten das Jahr 2016 als Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) beginnen. Dann aber haben ihn die Iserlohn Roosters kurz vor Ende des Jahres 2015 einfach mal zerstört. Etwas zu einfach und mit disziplinierter Defensivleistung gelang den Sauerländern ihr 2:1-Erfolg in Berlin. Eisbären-Trainer Uwe Krupp stellte im Nachhinein fest, dass seiner Mannschaft der innere Druck gefehlt habe. Die vielen Feiertage, die vielen Ablenkungen vom Kerngeschäft seien wohl die Ursache dafür. „Wenn dir zwei, drei Prozent fehlen, dann gewinnst du in dieser Liga gegen keinen“, sagte Krupp.
Dabei ist nicht überliefert, dass die Iserlohner Spieler allesamt Weihnachtsmuffel sind – aber anscheinend lassen sie sich nicht so ablenken. Jedenfalls war die Niederlage gegen Iserlohn nach München (0:3) bereits die zweite Niederlage hintereinander für die Berliner nach einer langen Siegesserie, die sie vielleicht auch innerlich zu selbstsicher hat werden lassen. Krupp stellte nach dem Iserlohn-Spiel eine „gewisse mentale Erschöpfung“ bei seinem Personal fest und gestattete seinen Spielern einen freien 1. Januar. Er hoffe aber, dass sich bis zum Sonntag und dem Heimspiel gegen die Schwenninger Wild Wings (14.30 Uhr, Arena am Ostbahnhof) „genügend Wut“ bei seinen Spielern aufgestaut habe, um es dann gegen Schwenningen besser zu machen, sagte der Trainer.

Das könnte passieren, Marcel Noebels war nach dem für ihn unerfreulichen Jahresabschluss richtig frustriert. „Die letzten beiden Spiele des Jahres haben uns etwas das Salz aus der Suppe genommen“, sagte der Angreifer. Besonders seine Reihe, die erste Sturmformation der Eisbären mit Barry Tallackson, Darin Olver und ihm, habe gegen Iserlohn Probleme gehabt. „Wir wissen schon, dass wir einige Tore geschossen haben und wollen auch immer vorangehen.“ Man müsse einfach wieder einfacher spielen, sagte Noebels. Einfach gesagt.

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