Sport : Eisbären fast komplett

In der ersten Trainingswoche bildet sich beim Berliner Eishockeyklub das Team für die neue Saison heraus

Raul Kristen

Berlin - Eigentlich hatten sich Eisbären-Manager Peter John Lee und Julian Talbot schon geeinigt. Der kanadische Stürmer sollte und wollte einen Vertrag bis 2012 beim DEL-Klub unterschreiben. Die Berliner aber mussten sich nach der Einigung noch ein paar Tage gedulden – Talbot war mit einem amerikanischen Team in Neuseeland unterwegs, wo er eine Reihe von Showspielen absolvierte. Letztendlich klappte es mit der Unterschrift dann ja auch noch, so dass der 26-Jährige am Montag in Berlin erwartet wird. „Julian ist ein defensiver Mittelstürmer, der auch produktiv sein kann“, sagt Manager Lee über seinen Neuzugang von den Lake Erie Monsters aus der American Hockey League (AHL). Talbot hatte auch schon bei den NHL-Klubs St. Louis Blues und Colorado Avalanche unter Vertrag gestanden, bei beiden jedoch nur für die Farmteams Peoria Rivermen und Lake Erie Monsters gespielt. Bei den Eisbären erhält Talbot die Rückennummer 48.

Beim Trainingsauftakt der Eisbären am vergangenen Donnerstag im Wellblechpalast in Hohenschönhausen hatten sich die Neuzugänge Darin Olver, Barry Tallackson, Toni Ritter und Nick Angell den vielen Fans erstmals präsentiert. „Die neuen Spieler haben sich schon gut integriert, es herrscht eine gute Stimmung im Team“, sagte Trainer Don Jackson. Verteidiger Nick Angell fühlt sich jedenfalls schon sehr wohl: „Die anderen Spieler haben mich gut aufgenommen, wir waren am Mittwoch schon zusammen in Berlin-Mitte essen.“ Der Amerikaner verriet außerdem, dass seine Freundin nur wenige Minuten vom Wellblechpalast entfernt wohne.

Unter besondere Beobachtung standen die zum Probetraining angereisten Stürmer Björn Svensson aus Schweden und Jack Walchessen aus Kanada. Manager Peter John Lee erklärte, er wolle die nächsten Trainingstage abwarten, bevor er eine Entscheidung treffe. Wie zu hören war, sollen die Verantwortlichen besonders von Svensson überzeugt sein – seine Verpflichtung ist sehr wahrscheinlich.

Nicht auf dem Eis dabei war Sven Felski. Daran müssen sich die Fans nach der kommenden Saison ohnehin gewöhnen, da der 37-Jährige dann ins Management der Eisbären wechselt. Diesmal fehlte Felski verletzungsbedingt. Voraussichtlich kehrt der Angreifer, der an einer Knieverletzung leidet, in vier bis fünf Wochen zurück.

Nach zwei Auswärtsspielen in der Vorrunde des Vorbereitungsturniers „European Trophy“ können die Fans ihre Eisbären erstmals am 19. August in der Arena am Ostbahnhof sehen, dann geht es gegen den EC Salzburg.

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