Sport : Eisbären gegen Düsseldorf im Finale

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Düsseldorf/Berlin - Peter John Lee ist ein wenig mulmig zumute, wenn er an die anstehende Finalserie um die deutsche Eishockey-Meisterschaft denkt. Denn da treffen die Berliner Eisbären nun ab Donnerstag auf die Düsseldorfer EG, die gestern in ihrem fünften Halbfinalspiel die Kölner Haie 5:3 bezwang. Ausgerechnet Düsseldorf, dort wo der Manager der Eisbären seine größten Erfolge als Spieler feierte. „Mit der DEG war ich fünf Mal im Finale, wurde ich vier Mal Meister“, sagt Lee. Und im Stadion an der Brehmstraße war er zwischen 1983 und 1993 gefeierter Star: Noch heute hängt sein Trikot unter der Hallendecke. „Das muss ich mir dann anschauen, wenn wird dort spielen“, sagt Lee und lacht. „Das ist schon ein komisches Gefühl.“

Doch trotz aller Nostalgie, natürlich will Lee mit den Eisbären in der am Donnerstag mit einem Heimspiel über maximal fünf Spiele gehenden Serie gewinnen. Am Ostermontag könnten die Berliner ihren Titel schon verteidigt haben, das erste Auswärtsspiel in Düsseldorf ist am Samstag zuvor. Lee will davon nichts hören. „So einfach wird das nicht“, sagt er. „Die Düsseldorfer haben mich in der Serie gegen Köln überzeugt, die haben die Finalteilnahme verdient.“

Ein wenig Glück allerdings hatten sie gestern auch vor 10 217 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Brehmstraße. Drei Tage nach Kölns schwer erkämpftem 5:4-Erfolg lieferten sich die rheinischen Rivalen eine enge Partie, in der Köln schon wie der Sieger aussah. Erst nach einer umstrittenen Spieldauerstrafe für Eduard Lewandowski traf Craig Johnson vier Minuten vor Schluss zum 3:3. Weil auch Düsseldorfs Torwart Andrej Trefilow das Eis verlassen hatte, spielte die DEG dabei mit sechs Feldspielern gegen drei Feldspieler. Tore Vikingstad und Patrick Reimer trafen in Überzahl zum stürmisch gefeierten Düsseldorfer Sieg. „Natürlich hat die Strafe gegen Lewandowski den Spielausgang beeinflusst, aber es bringt nichts, herumzudiskutieren“, sagte Kölns Trainer Hans Zach über die Strafe. „Soll ich einen Herzinfarkt kriegen, oder was?“cv/dpa

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