Sport : Eisbären gewinnen 8:3 in Wolfsburg

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Wolfsburg - Seine neue Aufgabe war ein hartes Stück Arbeit. Sven Felski, gerade erst in den Eishockey-Ruhestand gegangen, betätigte sich oben im ersten Geschoss der Wolfsburger Eis-Arena, als engagierter Kommentator. Was der Routinier des Berliner Eishockeys für das Internet-Radio der Eisbären in Worte kleiden sollte, war ein zunächst wechselhafter und am Ende torreicher Auftritt seiner früheren Mannschaft. Die Eisbären Berlin kamen beim EHC Wolfsburg, dem Schlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga, zu einem 8:3 (1:2, 4:1, 3:0)-Erfolg. Neu-Kommentator Felski und rund 300 mitgereiste Berliner Fans mussten jedoch lange zittern, bis der vierte Auswärtssieg in Folge amtlich war.

Dem 2:0 durch die frechen Wolfsburger Torschützen Kai Hospelt und Aleksander Polaczek hatten die Eisbären Treffer von Daniel Brière und Matthew Foy folgen lassen. Als der Außenseiter ein 5:3-Überzahlspiel zum 3:2 durch Gregory Moore nutzen konnten, lag die große Überraschung kurz in der Luft. Aber mit einem Eigentor von Kilian Keller, das es im Eishockey nicht gibt und deshalb Claude Giroux zugesprochen wurde, nahm die Partie aus Berliner Sicht vor 2612 Zuschauern den gewünschten Verlauf. Kurz vor der zweiten Drittelpause sorgten André Rankel und Julian Talbot innerhalb von 28 Sekunden mit ihren Treffern zum 3:4 und 3:5 für die Vorentscheidung. Die I-Tüpfelchen zum 3:6, 3:7 und 3:8 setzten Rankel und Travis James Mulock im Schlussabschnitt.

Während unten auf dem Eis kräftig geschubst, gerangelt und geschossen wurde, unterbrach der langjährige Eisbären-Torjäger Felski seinen Job am Mikrofon für gute Taten. Er machte Autogrammjäger glücklich und wurde mit Sprechchören gefeiert. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis der prominente Puck-Pensionär am Rande der Bande seine Ruhe hat und einfach nur den anderen bei der Arbeit zusehen kann.Christian Otto

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