Sport : Eisbären-Hitliste

EHC EISBÄREN

In den ersten Jahren war das Eisbären-Lied noch ohne Strahlkraft. Das 1997 erschienene „Hey, wir woll’n die Eisbären sehn“ war eine von vielen Klubhymnen – der Puhdys sogar. Als deren Keyboarder Peter Meyer im Oktober 2000 den Puhdys-Song zum 1. FC Union präsentierte, sagte er: „Union war uns eine Herzensangelegenheit.“ Und was war mit den Stücken für Hansa Rostock und die Eisbären? „Das waren Auftragsarbeiten.“ Die „Auftragsarbeit“ Eisbären fehlt heute auf keinem Konzert der Ost-Rocker. Der Song wurde zum Markenzeichen der Eisbären, wuchs mit dem Klub und ist über ihn hinausgewachsen. Vor Jahren versuchte Borussia Dortmund, die Hymne zu kaufen. Die Puhdys sagten nein. Trotzdem wanderte das Lied, zunächst zum Basketballklub Eisbären Bremerhaven als Einlaufmusik. Auch wenn Basketballer oder Fußballer kaum „Könige auf dem ewigen Eis“ sind, ist es in diesen Sportarten längst angekommen. Es läuft bei Zweitligist VfR Aalen nach jedem Tor und auch europaweit: Bei Dynamo Moskau wurde es umgetextet, Probe: „Die Tribünen explodieren vom Schrei des Sieges im Augenblick des Triumphs und der Gegner ist schon geschlagen. Der Himmel schenkt unserer Flagge die Farben, mit Tempo und Kraft – vorwärts Dynamo Moskau.“ Auch in den Niederlanden ist das Lied als „Schreeuw voor de Oranje Leeuw“ zur Fußballhymne mutiert. Unlängst lief es vor dem Spiel gegen Deutschland in Amsterdam im Stadion. Am Zuverlässigsten aber wird der Song am sogenannten „Ballermann“ von Mallorca gespielt. Auch in der neuen Version von Jürgen Drews und den Puhdys. An den deutschen Eishockeymeister denkt da nicht mehr jeder – aber dafür können die Berliner beanspruchen, die bekannteste Klubhymne Europas zu haben. cv

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