Eisbären im Eishockey-Spitzenspiel : Eisbären Berlin demütigen Adler Mannheim

Mit schnellen Wirkungstreffern verunsicherten die Eisbären ihre Gegner aus Mannheim so nachhaltig, dass sie am Ende 6:2 Tore für sich verbuchen konnten.

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Berlins Mark Olver (m.) und Petr Pohl (r.) freuen sich über ein Tor. Während Mannheims Steven Wagner (l.) an ihnen vorbei fährt.
Berlins Mark Olver (m.) und Petr Pohl (r.) freuen sich über ein Tor. Während Mannheims Steven Wagner (l.) an ihnen vorbei fährt.Foto: dpa

Fünf Tore gegen den Meister in einem Drittel, das kann sich sehen lassen. Den Eisbären gelang dieses Kunststück am Freitag in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof gegen die zurzeit beste Mannschaft der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) im mittleren Abschnitt. Natürlich waren das fünf Wirkungstreffer, von denen sich die Adler Mannheim nicht erholten. Die Eisbären gewannen das Spitzenspiel vor 14.200 Zuschauern 6:2 (1:1, 5:1, 0:0), was dann schon eine kleine Demütigung für die Adler war.

Mannheim ist der ungeliebte Lieblingsgegner

Den Eisbären fehlt seit einigen Jahren ein Lokalderby, aber es gibt einen ungeliebten Lieblingsgegner, die Adler aus Mannheim. Beide Klubs haben in der Geschichte der DEL die meisten Titel auf ihr Konto gebracht, und so gab es schon das ein oder andere große Spiel zwischen dem siebenmaligen (Berlin) und sechsmaligen (Mannheim) DEL-Meister. Das Aufeinandertreffen am Freitag fiel da zwar nicht in die spektakulärste Kategorie, war aber durchaus ein Spiel mit Emotionen. Und das lag an den Eisbären.

Während die Berliner in jeder Hinsicht an ihrem oberen Limit spielten, wirkten die Mannheimer eher so, als würden sie nur um die zwei Drittel ihres Potenzials abrufen. So eine klare Tabellenführung – nach 24 Spielen hatten die Adler acht Punkte Vorsprung vor dem Zweiten Iserlohn – verführt wohl mal dazu. Und als die Adler durch einen Treffer von Marcus Kink in Führung gingen, schien das Spiel schließlich nach Gusto des Meisters zu laufen.

Nach dem zweiten Drittel war alles klar

Es kam aber alles anders. Die Berliner bissen sich in das Spiel, das sie „genauso wie geplant“ gestalteten, wie ihr Kapitän André Rankel fand. Micki DuPont traf zum 1:1, Petr Pohl zum 2:1. Mannheim kam zwar zum 2:2 durch Martin Buchwieser, doch dann drehte Pohl richtig auf. Zunächst versagten die Schiedsrichter einem Tor des Tschechen – zu Recht – die Anerkennung, hatten ihn damit aber erst so richtig angestachelt. Pohl hämmerte den Puck nach einem Konter zum 3:2 ins Tor von Dennis Endras, der insgesamt wenig gut aussah.

Nach weiteren Berliner Treffern von Sven Ziegler und Spencer Machacek durfte Endras das Mannheimer Tor auch verlassen. Der ehemalige Berliner Youri Ziffzer wurde zur Schadensbegrenzung von Mannheims Trainer Greg Ireland zwischen die Pfosten delegiert. Den Auftrag konnte Ziffzer nicht lange erfüllen, Mark Olver traf knapp vor der zweiten Pausensirene zum 6:2 für die Eisbären. Alles war entschieden, beide Mannschaften konnten sich auf ein belangloses letztes Drittel einigen.

Es war ein wichtiger, vor allem Mut machender Etappensieg für die Eisbären. Sie haben gezeigt, dass sie mit der besten Mannschaft der Liga mehr als mitspielen können.

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