Eisbären in der European Trophy : Mit neuem Schwung

Am Freitag treten die Eisbären in der European Trophy mit Zugang Jamie Arniel bei RB Salzburg mit dem ehemaligen Eisbären-Coach Pierre Pagé an. Sie haben einiges wieder gutzumachen.

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Pierre Pagé siegte mit Salzburg im vergangenen Jahr 5:0 in Berlin. Foto: promo/Red Bull
Pierre Pagé siegte mit Salzburg im vergangenen Jahr 5:0 in Berlin.Foto: promo/Red Bull

Ob er sich noch an das letzte Spiel der Eisbären gegen RB Salzburg erinnern könne? „Nein“, antwortet Trainer Don Jackson lächelnd – und meint das natürlich hoch ironisch. Denn die 0:5-Heimniederlage, die sein Team gegen die Österreicher vor fast genau einem Jahr in der European Trophy kassierte, hat er natürlich nicht vergessen. „Da waren wir richtig schlecht“, sagt Jackson.

Am Freitag soll das anders werden: Dann treffen die Berliner im dritten Spiel des diesjährigen Turniers wieder auf die Salzburger (19.15 Uhr, per Livestream auf europeantrophy.com), die nach wie vor von Jacksons Lehrmeister, dem ehemaligen Berliner Coach Pierre Pagé, trainiert werden. Dazu beitragen, dass die Partie aus Sicht der Eisbären nicht wieder eine zum Vergessen wird, könnte Jamie Arniel. Den 22-jährigen Kanadier, der erst am Dienstag in Berlin eingetroffen war, hat Jackson bereits fest eingeplant: als Center der dritten Angriffsreihe zwischen Tyson Mulock und Matt Foy. Der bullige Flügelstürmer hatte am vergangenen Wochenende schon gezeigt, wie man als Neuzugang umgehend Eindruck machen kann. Gleich drei Treffer steuerte er zum 6:1-Heimsieg gegen Brünn bei. Da die Eisbären zwei Tage zuvor bereits in eigener Halle gegen den HC Pilsen mit 6:4 gewonnen hatten, führen sie nun die Tabelle ihrer Vorrundengruppe an – und Foy steht an der Spitze der Scorerwertung des Turniers.

Jackson erwartet, dass auch Arniel die Qualität des Berliner Angriffsspiels weiter erhöhen wird: „Er ist schnell, kann stark beschleunigen und hat gute Hände“, sagt er, nachdem er sich im Training einen Eindruck von seinem Neuling machen konnte. Zusätzlich motivieren könnte Arniel die Hoffnung, sich bei den Eisbären wieder für die National Hockey-League (NHL) interessant zu machen – schließlich sei er „talentiert und noch jung“.

Bereits in der Saison 2010/11 hatte der Kanadier ein Spiel für die Boston Bruins in der besten Eishockeyliga der Welt absolviert, zuletzt kam er für deren Farmteam aus Providence in der zweitklassigen American Hockey-League (AHL) zum Einsatz.

Um sich vielleicht noch einmal für die nordamerikanische Topliga zu empfehlen, muss Arniel nun aber in Berlin überzeugen. „Er wird hundert Prozent für die Eisbären geben und eine gute Saison spielen“, sagt Trainer Jackson. Wohl fühlt sich der Kanadier in seiner neuen Heimat jedenfalls schon nach wenigen Tagen. „Ich bin begeistert von der Stadt, vom Trainer und vom Team – von allem eigentlich", sagt er. Und hofft, dass seine läuferischen Qualitäten in Europa, wo auf größeren Eisflächen als in Nordamerika gespielt wird, besonders gut zum Tragen kommen werden: „Hier spielt Geschwindigkeit eine wichtigere Rolle.“

Während Arniel also daran mitwirken kann, die Erfolgsserie der Berliner in der European Trophy auch auswärts fortzusetzen, fallen Frank Hördler, Darin Olver, Constantin Braun, Sven Felski und Vincent Schlenker in Salzburg und Budweis, wo die Eisbären am Sonntag antreten werden, verletzt aus.

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