Eisbären in Hamburg : Die Eisbären bringen neue Tristesse

Die Hamburg Freezers glänzen nach Jahren des Mittelmaßes wieder – doch dann kommen die Eisbären Berlin zum Spitzenspiel und siegen mit 3:1. Dafür war die Hamburger Arena mal wieder ausverkauft.

Edgar Wieschendorf

Nach Jahren der sportlichen Tristesse herrscht derzeit in Hamburg in Sachen Eishockey wieder eine Art Aufbruchstimmung. Das Team des frankokanadischen Trainers Benoît Laporte spielte bisher ein sehr ansehnliches Eishockey, die erste Reihe mit den Stürmern David Wolf, Garrett Festerling und Jerome Flaake gehört zum Besten, was die DEL zum Jahresausklang 2011 bieten kann. Und nun kamen die Eisbären Berlin und bescherten den Hamburgern zum ersten Mal seit dem 26. Dezember 2008 mit 12 545 Zuschauern wieder eine ausverkaufte Arena. Auch vor drei Jahren war der Deutsche Meister von der Spree zu Gast und verlor glatt 1:6 bei den Freezers.

Doch diesmal konnte das Team von Trainer Don Jackson mit einem 3:1 (0:0, 1:1, 2:0)-Auswärtssieg den vierten Sieg in Folge verbuchen. Unterm Strich ein verdienter Berliner Sieg im Spitzenspiel der DEL zwischen dem Tabellendritten aus Berlin und dem Fünften aus Hamburg.

Im ersten Drittel spielten beide Teams auf Augenhöhe. Berlin bot die bessere Technik und war in der Offensive druckvoller. Hamburg hielt mit Kampfgeist dagegen. In der 24. Minute wurden die offensiven Bemühungen der Gäste mit dem 0:1 durch Travis James Mulock in Unterzahl (Darin Olver saß in der Box) belohnt. Die Eisbären hatten fortan wieder mehr Spielanteile, während die Gastgeber wenig Durchschlagskraft in ihren Angriffszügen hatten. Doch von der 30. Minute an erhöhten die Norddeutschen das Tempo, und in der 36. Minute ließ Garret Festerling Robert Zepp im Berliner Tor mit einem Schuss unter die Torlatte keine Abwehrmöglichkeit. Beim 1:1-Ausgleich saß Richard Regehr auf der Strafbank.

Auch im dritten Drittel waren die Gastgeber sichtbar um Dominanz bemüht, die Hamburger wollten den Siegtreffer erzwingen. Doch von der 48. Minute an waren dann wieder die Berliner im Vorteil, da sich auf Seiten der Freezers der frühere NHL-Profi Serge Aubin wegen eines Bandenchecks eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einhandelte. Diesen Vorteil nutzten die Berliner prompt: In der 52. Minute erzielte James Sharrow das 2:1.

Sechs Sekunden vor der Schlusssirene besorgte dann erneut Sharrow mit einem Schüsschen aus der Verteidigungszone ins leere Tor der Hamburger die Entscheidung: 3:1 für die Eisbären. Die Berliner bleiben damit der Angstgegner der Hamburger, es war der 38. Sieg im 52. Duell mit den Freezern. Am Dienstag (19.30 Uhr, live bei Eurosport) geht es mit dem selben Duell in der Arena Ostbahnhof weiter.

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