Sport : Eisbären kämpfen beim Spengler-Cup um letzte Chance

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Berlin - Das Wetter ist schön in Davos, sagt Peter John Lee. Und überhaupt, die Reise in die Schweizer Alpen habe sich für die Eisbären gelohnt, findet ihr Manager. Schließlich betreibe der Deutsche Eishockey-Meister beim Spengler-Cup Werbung in eigener Sache. Da mache es keinen Sinn, sich über Sinn oder Unsinn des Turniers beim Profiklub mit dem höchstgelegenen Eisstadions Europas (1560 Meter) zu unterhalten. „Die Fußballer vom FC Bayern touren ja auch durch China. Wir machen eben im Kleinen die Marke Eisbären in Europa bekannter. Wir betreiben Imagepflege hier in Davos.“

Nun hat das mit der Imagepflege zum Turnierauftakt nicht so prächtig funktioniert für die Berliner. Sie unterlagen am Dienstag dem HC Davos 1:4 und müssen heute Abend gegen HC Chimik unbedingt gewinnen, um nach der Vorrunde mindestens als Tabellenzweiter von fünf Teams ins Finale am 31. Dezember vorrücken zu können. Wenn es für die Eisbären nicht klappt mit einem Sieg gegen die Russen, die gestern 0:5 gegen Mora IK aus Schweden verloren, werden die beiden letzten Spiele beim Spengler-Cup „Vorbereitung für die Liga“, sagt Lee. Denn während die Eisbären in Davos schön spielen wollen, geht es in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) hart zur Sache. Allein das macht Lee ein wenig Sorge, schließlich werden sie nach ihrer Rückkehr um einen Platz für die Play-offs ringen müssen.

Allerdings glaubt Pierre Pagé, dass seine Spieler etwas mitnehmen werden aus der Schweiz. „Das Niveau hier ist besser als in der DEL“, sagt der Eisbären-Trainer. „Die Spiele sind schneller, das bringt unsere Spieler auf ein anderes Level und das könnte uns nützlich werden.“ Vielleicht so wie in der Vorsaison, als die Berliner nach Davos stärker waren als zuvor und am Ende Deutscher Meister wurden – und damit Imagepflege betrieben. cv

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