Sport : Eisbären: Kühler Kopf in heißer Phase

Ron Ulrich
Weich gefallen. Silke Spiegelburg holte bei der Hallen-EM Silber im Stabhochsprung, obwohl sie nicht richtig fit war. Foto: dpa
Weich gefallen. Silke Spiegelburg holte bei der Hallen-EM Silber im Stabhochsprung, obwohl sie nicht richtig fit war. Foto: dpaFoto: dpa

Berlin - In Kölns Innenstadt mag das närrische Treiben langsam ausklingen, in der Kölner Arena ist hingegen heute Abend beim Gastspiel der Eisbären Berlin bei den Kölner Haien (19.30 Uhr) für stimmungsvolles Ambiente gesorgt. Die Rheinländer haben nach den Eisbären mit gut 9000 Zuschauern den zweitbesten Zuschauerschnitt der Liga und stehen vor einem entscheidenden Spiel im Kampf um einen Play-Off-Platz. Die Berliner wollen unbedingt unter den ersten vier Teams der Liga bleiben, um in den Play-Off-Spielen Heimrecht zu genießen. Es ist die letzte Woche der Hauptrunde, die heiße Phase der Deutschen Eishockey-Liga (DEL).

Der 4:3-Sieg der Eisbären nach Penaltyschießen in Augsburg am Sonntag kam also genau zur rechten Zeit: So schüttelte die Mannschaft von Trainer Don Jackson nicht nur eine erschreckende Serie von vier Niederlagen in Folge ab, sie drehte das Spiel sogar nach einem 0:3-Rückstand. „Das war ein echter Charaktersieg in einer schweren Zeit für uns“, sagte Jackson nach der Partie. Für den Erfolg sorgte ein beeindruckendes zweites Drittel, in dem die Eisbären 23 Mal auf das Tor der Augsburger schossen und somit die Wende erzwangen. Rückhalt im Tor der Berliner war zu diesem Zeitpunkt Kevin Nastiuk, der nach dem ersten Drittel für den unglücklich agierenden Rob Zepp eingewechselt worden war.

Jenes erste Drittel offenbarte wieder- um das Hauptproblem der Eisbären: das Unterzahlspiel. Vier Strafen kassierten sie im ersten Drittel, prompt fielen alle drei Gegentreffer in Unterzahl.

Kein Team der DEL hat in dieser Spielzeit mehr Strafen pro Spiel erhalten und kein Team hat eine schlechtere Bilanz im Unterzahlspiel. So ist beim spannungsgeladenen Duell heute in Köln die Disziplin ein entscheidender Faktor, gepaart mit der Willenskraft vom Spiel in Augsburg. Eisbären-Trainer Don Jackson gibt sich selbstbewusst: „Wir haben viel dafür getan, die nötige Kraft in diesen Spielen zu haben.“ Ron Ulrich

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