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Eisbären-Manager Lee im Interview : "Dem Trainer kann man keine Schuld geben"

Nach dem Aus der Eisbären in den Pre-Play-offs herrscht Enttäuschung auch bei Manager Peter John Lee. Die Verantwortung sieht er nicht nur bei Trainer Tomlinson - und verspricht: "Wir werden zurückkommen."

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Sieht die Hauptschuld nicht beim Trainer: Eisbären-Manager Peter John Lee.
Sieht die Hauptschuld nicht beim Trainer: Eisbären-Manager Peter John Lee.Foto: Imago

Peter John Lee, noch vor Tagen sagten Sie, alles andere als der Meistertitel wäre eine Enttäuschung für die Eisbären. Wie sehen Sie das nun?
Wir sind alle enttäuscht. Das ist kein schönes Gefühl, das haben wir uns nicht gewünscht. Aber mit einem Tag Abstand erkenne ich den Hauptgrund für den Misserfolg. Wir haben während der Saison immer wieder unsere Führungsspieler verloren. Mal war André Rankel raus, dann Constantin Braun, dann Jens Baxmann und so weiter. Das konnten wir nicht kompensieren.

Sind diese Spieler wirklich reif für die Führungsrolle? Oder ist das nicht eine Nummer zu groß für sie?
Ich glaube schon, dass Rankel und die anderen reif genug sind. Aber sie konnten nicht immer so, wie sie wollten. Dafür haben sich junge Spieler wie Henry Haase oder Alex Trivellato weiter entwickelt, vielleicht zahlt sich das nächste Saison aus.

Und in die Saison gehen sie mit dem Trainer Jeff Tomlinson?

Ja. Denn Jeff kann man keine Schuld geben. Er hat vieles richtig gemacht und wird es noch besser machen können. Denn eines kann ich versprechen: Nach diesem Saisonende wird die neue Saison für die Spieler früher beginnen als sonst. Wir haben viel zu trainieren im Sommer. Wer früher in den Urlaub fahren kann, muss auch früher zurückkommen.

Könnte es auch unpopuläre Entscheidungen geben? Die meisten Verträge laufen weiter. Müssen sie sich nicht von einigen Profis trennen?

Es gibt immer Änderungen nach einer Saison. Stillstand wäre das Ende. Und wissen Sie was? Ich habe richtig Lust darauf die negative Energie, die uns nun in Berlin entgegenschlägt, in positive Energie umzuwandeln. Das ist anspruchsvoller, als jetzt im Frust zehn Bier zu trinken. Ich verspreche schon jetzt: Wir werden zurückkommen. Da bin ich mir sicher.


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