Eisbären-Maskottchen : "Jetzt stinkt es schon"

Eisbären-Maskottchen Bully über seinen anstrengenden Job bei Heimspielen. Am Freitag, beim Spiel der Berliner gegen die Frankfurt Lions ( Beginn 19.30 Uhr), läuft er das dritte Mal innerhalb von vier Tagen in der Arena am Ostbahnhof auf.

Bully-Bärchen
Die Maskottchen. Bully und sein Begleiter Bully Bambini mit dem Meisterpokal.Foto: promo

Herr Haschker, Sie wirken etwas erschöpft ...



Oh ja, ich bin fertig. Es ist super anstrengend, das Maskottchen der Eisbären zu spielen. Das Kostüm ist schwer, und ich trage noch eine Eishockeyhose und einen Brustschutz drunter, so dass der Bär die passende Statur erhält. Nach wenigen Minuten bin ich dann so richtig durchgeschwitzt. Deshalb stinkt das Kostüm jetzt.

Wie bitte?

Ja, ich hatte es bei zwei Heimspielen an zwei Tagen in Folge an. Und da wir am Freitag noch mal zu Hause spielen, bleibt keine Zeit, es zu reinigen. Normalerweise bringen wir das Kostüm alle drei bis vier Tage in die chemische Reinigung. Aber in dieser Woche schaffen wir das einfach nicht.

Also leiden Sie unter dem Heimspielmarathon der Eisbären in dieser Woche?

Wenn man vom Geruch des Bully-Kostüms absieht, macht es Spaß. Besonders, wenn die Eisbären gewinnen. Aber es ist schon ungewöhnlich, drei Heimspiele in einer Woche auszutragen. Wenn wir das Freitagsspiel gegen Frankfurt hinter uns haben, werde ich erleichtert sein.

Wie groß ist denn die Belastung für Sie?

Ich bin nebenbei noch Fankoordinator der Eisbären. Mein Job beginnt morgens um 10 Uhr auf der Geschäftsstelle. Um vier Uhr geht es meistens in die Halle, dann bereite ich das Entertainmentprogramm vor. Eine halbe Stunde vor Spielbeginn werde ich zu „Bully“, mache die Eröffnung mit und begleite den Einlauf der Spieler. Und wenn die Eisbären gewinnen, darf ich am Ende die Ehrenrunde mitlaufen. Anders als beispielsweise Herthinho ...

... das Maskottchen von Hertha BSC …

…bin ich glücklicherweise nicht während des Spiels unterwegs. Länger als 25 Minuten voller Power hält man im Kostüm kaum durch. Deshalb gibt es bei Hertha zwei Leute, die das Maskottchen verkörpern. Sie tauschen während des Spiels öfter.

Woher wissen Sie das?

Alle Berliner Maskottchen kennen sich untereinander. Ab und zu haben wir sogar ein Maskottchen-Treffen. Wussten Sie, dass das letzte Preussen-Maskottchen seit dieser Saison eine Dauerkarte für die Eisbären besitzt?

Interessant. Ist das ein Zeichen, dass die Eisbären mit ihrem Umzug nun in ganz Berlin angekommen sind?

Ich denke schon. Man merkt, dass die Stimmung in der neuen Arena immer mehr nach oben geht. Es sind zwar noch nicht alle hier angekommen, aber es werden immer mehr. Es ist schon Wahnsinn, vor mindestens 13 000 Zuschauern im Bärenkostüm auf Schlittschuhen zu laufen.

Und was schätzen Sie, wie oft Sie in dieser Saison noch bei Heimspielen der Eisbären auflaufen dürfen?

Ich hoffe, mindestens noch sieben Mal. Dann wären wir Deutscher Meister.

Das Gespräch führten Katrin Schulze und Claus Vetter.

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