Eisbären-Niederlage in Mannheim : Viel Ärger und viel Blut

Ein Spieler verletzt, ein anderer wütend: Die Eisbären lecken nach der 1:3-Niederlage von Mannheim ihre Wunden.

Ron Ulrich
Florian Buschs Tor zum 1:3 kam zu spät. Die Eisbären blieben in Mannheim ohne Punktgewinn.
Florian Buschs Tor zum 1:3 kam zu spät. Die Eisbären blieben in Mannheim ohne Punktgewinn.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die beste Nachricht kam in der Nacht nach dem Spiel: Mads Christensen traf im Hotel ein und konnte wieder etwas essen. Wer den Dänen wenige Stunden zuvor am Sonntag bei der 1:3-Niederlage der Eisbären in Mannheim auf dem Eis gesehen hatte, musste Schlimmes befürchten. Mit blutverschmiertem Gesicht war Christensen direkt von der Halle ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem ihn Mannheims Craig MacDonald mit dem Schläger mitten im Gesicht getroffen hatte. Christensen erlitt einen Naseneinriss und musste mit circa 20 Stichen genäht werden.

"Er hat eine schreckliche Narbe im Gesicht", berichtete Eisbären-Coach Don Jackson, gab aber auch Entwarnung: "Mads ist ein harter Kerl. Ich denke, dass er mit einer speziellen Maske am kommenden Freitag spielen kann." Genaueres werde man beim nächsten Training am Mittwoch sehen, so Jackson. Dem Mannheimer MacDonald, der aufgrund des Stockschlags mit einer Matchstrafe belegt wurde, wollte Jackson hingegen keine Schuld geben: "Das war ein Unfall und keine böse Absicht."

Mannheim wird nicht mehr zum Lieblingsausflugsziel des Mads Christensen werden, hatte er sich doch bei der letzten Partie in der Rhein-Neckar-Stadt eine Gehirnerschütterung zugezogen. Seine neuerliche Verletzung passte zum "schwarzen Tag" der Eisbären am Sonntag bei der 1:3-Niederlage. "Kurz vor dem 0:1 hatten wir eine große Chance, direkt danach liegen wir zurück. Das war bitter", meinte Don Jackson. In einer intensiven Partie war der Doppelschlag der Mannheimer in der 13. und 14. Minute ein Knackpunkt für die Niederlage der Berliner.

Nach eben jenen zwei Gegentoren nahm Trainer Jackson Goalie Rob Zepp vom Eis. "Es sollte ein Weckruf für das Team sein, wir mussten reagieren", erklärte Jackson. Zepp war verärgert, schlug gegen die Plexiglasscheibe und stapfte in die Kabine. "Rob hat in letzter Zeit einige Schüsse durch die Beine gehen lassen. Doch nichtsdestotrotz ist er unser Mann und wird wieder ins Tor zurückkehren", sagte Jackson. In guter Erinnerung wird Zepp das Spiel in Mannheim aber nicht behalten – ebenso wie Mads Christensen.

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