Sport : Eisbären schlagen Frankfurt 4:2

Claus Vetter

Berlin - Die Fans der Eisbären sind in dieser Saison durch große Geduld aufgefallen. Gestern aber hatten die Anhänger des Berliner Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga genug vom Stochern und Stolpern ihrer Lieblinge. 35 Spielminuten in der Partie zwischen dem Meister und den Frankfurt Lions waren vorbei, die Eisbären lagen 0:2 zurück, als es von den Rängen im Sportforum Hohenschönhausen schallte: „Wir wollen euch kämpfen sehen.“ Offenbar hörten die Berliner Spieler genau hin, denn anschließend waren sie kaum wieder zu erkennen, drehten das Spiel noch um und siegten nach einem imposanten Schlussdrittel 4:2 (0:1, 1:1, 3:0).

Die 5000 Zuschauer sahen zunächst ein Spiel, in dem beide Teams sich wenig für die Defensive zu interessieren schienen. Allerdings konnten die Hessen fast zwei Drittel lang besser damit umgehen, weil ihren Offensivbemühungen mehr Chancen entsprangen. Nach einem Konter gelang Jason Ulmer so das 1:0 für die Lions. Im Mittelabschnitt erhöhte Ulmer sogar auf 2:0 für die Hessen. Erst nach einem Powerplaytor durch Jeff Jillson kamen die Berliner ins Spiel und ließen nicht mehr nach: Schon beim ersten Angriff im Schlussdrittel gelang Denis Pederson der Ausgleich, wenig später erhöhte Kelly Fairchild für die nun aggressiveren Eisbären auf 3:2. Spätestens nach dem 4:2 durch Pederson waren die Fans wieder versöhnt. Die Eisbären, bei denen Patrick Jarrett nach einem Stockfoul noch eine Spieldauerstrafe kassierte, zeigten ihre beste kämpferische Leistung seit langem. Das Volk dankte es mit stehenden Ovationen.

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