Sport : Eisbären schlagen Iserlohn 5:2

Claus Vetter

Berlin – Manches funktionierte bei den Berliner Eisbären gestern gegen die Iserlohn Roosters erfrischend einfach. Etwa ein Sololauf von Florian Busch nach elf Spielminuten: Elegant kurvte der junge Berliner durch das Drittel des Außenseiters und krönte dann seine herrlich anzuschauende Aktion mit dem 2:1 für den Deutschen Meister. Früh, so schien es am Freitagabend im Sportforum Hohenschönhausen vor 4000 Zuschauern, war aus den mit zwei Siegen hoffnungsvoll gestarteten Iserlohnern wieder ein Provinzklub aus der Deutschen Eishockey-Liga geworden. Doch so einfach wurde es für die Berliner doch nicht, wie es noch nach dem Tor von Busch aussah. Weil sich bei den Eisbären viel zu häufig spielerische Eleganz mit Arroganz mischte, dauerte es zwei Drittel, bis das Resultat deutlicher wurde: 5:2 (3:1, 1:0, 1:1) siegten die Berliner schließlich verdient.

Natürlich kann der gestrige Auftritt des Meisters durchaus als ein wenig schlampig angesehen werden. Allerdings spricht es für die Eisbären, dass sie sich mit ihrer jungen Mannschaft nicht überanstrengen mussten, um einen Gegner wie Iserlohn zu bezwingen. Die Sauerländer waren an sich nur für sechs Minuten aussichtsreich im Spiel – bis das 1:1 durch Deron Quint fiel, Mark Greig hatte Iserlohn zuvor glücklich in Führung gebracht. Quints Treffer fiel im Powerplay, das bei den Berlinern gestern sehr gut funktionierte. Nach Buschs Treffer zum 2:1 erhöhte Walker wiederum im Überzahlspiel noch im ersten Drittel auf 3:1.

Der Mittelabschnitt ging dann zwar optisch an Iserlohn, doch immer wenn die Berliner das Tempo anzogen, liefen die Roosters hinterher. So sah das dann auch beim 4:1 durch Tobias Draxinger aus. Nach einem schnellen Konter drosch der junge Berliner Verteidiger den Puck an den rechten Innenpfosten des von Dimitrij Kotschnew gehüteten Iserlohner Tores, von dort aus sprang das Spielobjekt ins Netz.

Kurz vor der zweiten Pause war das Spiel also entschieden – was die Berliner auch Youri Ziffzer zu verdanken hatten. Denn ihr Torwart verhinderte mit guten Paraden im zweiten Drittel jeglichen Iserlohner Torjubel. Im letzten Abschnitt hatten die Roosters dann aufgesteckt, die Eisbären schossen noch das 5:1 durch den 19-jährigen René Kramer. Martin Knold gelang dann noch ein glückliches Tor für Iserlohn, bevor sich die Eisbären - und vor allem Torwart Ziffzer - mit ihren Fans über ihren ersten Heimsieg in der neuen Saison freuten.

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