EISBÄREN SIEGEN 6:2 IN STRAUBING : Ein Erfolg für die Kotrainer

Ohne Trainer Don Jackson kamen die Eisbären gestern zu ihrem deutlichsten Sieg des neuen Jahres. Der Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) siegte vor 4824 Zuschauern beim EHC Straubing 6:3 (3:2, 3:0, 0:0).

Hartmut Nickel und Jeff Tomlinson vertraten Jackson gestern. Die beiden Kotrainer umarmten sich vor dem Spiel auf der Auswechselbank innig. Im Spiel gab dann vor allem Jeff Tomlinson die Kommandos, Nickel stand ein wenig abseits.

Bereits nach 42 Sekunden brachte Mark Beaufait die Berliner in Führung, die dann nach dem 2:0 durch Elia Ostwald nie in Bedrängnis gerieten – auch nicht, nachdem ihr Verteidiger Jens Baxmann nach einem Foul an Greg Schmidt eine Spieldauerstrafe erhielt. Deron Quint, Beaufait, Florian Busch und wieder Quint schraubten das Ergebnis schon im zweiten Drittel mit weiteren Toren auf 6:2 für die Eisbären, die gestern von über 600 Berliner Fans im Stadion gefeiert wurden. 500 von ihnen waren mit einem Sonderzug in die kleinste Stadt in der DEL gereist.

Körperlich und spielerisch waren die Eisbären den ersatzgeschwächten Straubingern klar überlegen, auch das Berliner Überzahlspiel funktionierte meist sehr gut. Davon, dass die Berliner in den ersten fünf Spielen des Jahres nur vier Punkte geholt hatten, war nichts zu spüren. Die Eisbären wirkten sehr sicher. Dass die Straubinger im letzten Drittel die bessere Mannschaft waren, schadete den Eisbären nicht.

Nach dem Spiel gab Jeff Tomlinson die Interviews. „Hartmut Nickel hat so laut geschrien, der hat jetzt keine Stimme mehr“, sagte der Vertreter von Don Jackson. „Wir haben aber beide gleichberechtigt zusammen die Mannschaft betreut.“ Jeff Tomlinson sagte weiter: „Die Mannschaft hat nicht gewollt, dass der Trainer in die USA fährt. Aber die Spieler haben Charakter gezeigt, und für Don Jackson gespielt. Der Sieg war in der momentanen Situation sehr wichtig für uns.“ Andreas Norbert

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