Sport : Eisbären unterliegen Krefeld 5:7

Til Knipper

Berlin - Immerhin blieb den 4600 Zuschauern bei der 5:7 (1:2, 3:2, 1:3)-Heimniederlage der Eisbären Berlin gegen Krefeld eine Verlängerung erspart. Trotzdem sahen sie am Sonntag gegen den bisherigen Tabellenletzten die schwächste Leistung der Saison. Der Deutsche Meister hätte gegen die ebenfalls schwachen Krefelder aber nicht einmal verlieren müssen. Bis fünf Minuten vor Schluss führten die Berliner durch Tore von Jens Baxmann, Deron Quint, Sven Felski, Mark Beaufait und Andreas Rankel noch mit 5:4, das Chancenverhältnis lautete am Ende des Spiels sogar 47:23 zu ihren Gunsten. Für einen Sieg reichte dies aber nicht. Denn die Krefelder nutzten erst eine Überzahlsituation zum Ausgleich, ehe Ted Drury sie eine Minute vor Schluss in Führung brachte. Der siebte Treffer fiel mit der Schlusssirene, nachdem die Eisbären bereits ihren Torhüter herausgenommen hatten.

Entsprechend schlecht gelaunt war Eisbären-Coach Pierre Pagé nach dem Spiel. „Wir hatten heute Chancen, um vier Spiele zu gewinnen.“ Er habe es „nach der schlechten Vorbereitung“ kommen sehen, dass man am Anfang der Saison Probleme bekommen würde. „Ich hoffe, die Mannschaft wacht jetzt auf und merkt, dass dieses Jahr nicht leicht wird.“

Unzufrieden war Pagé wohl auch mit der Leistung seines Torhüters Youri Ziffzer, auch wenn er dazu nichts sagen wollte. Aber die Auswechslung nach zwei Dritteln sprach Bände. Dabei hatte Ziffzer im zweiten Drittel sogar einen Penalty von Alexander Seliwanow pariert. Es war seine beste Tat. Bei den ersten vier Gegentreffern durch Ivo Jan und Richard Pavlikovsky, der insgesamt viermal für die Gäste traf, sah Ziffzer aber sehr schlecht aus. Bei einem Ausflug aus seinem Kasten hatte er außerdem noch Riesenglück, dass Krefelds Roland Verwey Ziffzers verunglückten Klärungsversuch vor dem leeren Tor nicht unter Kontrolle bekam. Pech für die Eisbären, dass auch Ersatzmann Daniar Dshunussow keinen guten Tag erwischt hatte und ebenfalls zwei haltbare Treffer der Krefelder passieren lassen musste.

Am Ende erwähnte der Berliner Trainer Pierre Pagé doch noch etwas Erfreuliches: „Gut ist, dass wir schon am Donnerstag unser nächstes Heimspiel gegen Düsseldorf haben. Dann kann meine Mannschaft zeigen, ob sie aus dem Spiel gegen Krefeld etwas gelernt hat.“ Mal sehen, ob das dann wieder 4600 Zuschauer anlockt.

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