Eisbären verlieren 4:6 in Augsburg : Die Defensive vergessen

Tabellenführer Eisbären verliert das DEL-Spitzenspiel beim Tabellendritten Augsburger Panther. Nach drei Spielen mit nur einem Gegentor offenbaren die Berliner in der eigenen Zone große Schwächen.

Augsburg - Es ist ja oft so, dass in der Deutschen Eishockey-Liga nicht Spitzenspiel drin ist, wo Spitzenspiel draufsteht. Am Sonntag aber erlebten 4670 Zuschauer im Curt-Frenzel-Stadion ein rasantes Spiel zwischen Augsburg Panthern und Eisbären, das der Tabellenposition beider Teams gerecht wurde. So sah es auch Augsburgs Linksaußen Ulrich Maurer: „Es sind zwei Mannschaften, die gut laufen können und deshalb war es ein Topspiel.“
 
Das „Topspiel“ gewann der Tabellendritte aus Schwaben gegen den Tabellenführer aus Berlin 6:4 (1:1, 2:3, 3:0), für den es eine bittere Niederlage war. Drei Spiele lang hatten sich die Eisbären auf ihre gute Verteidigungsarbeit konzentriert und, nur ein Gegentor aus drei Partien war die erfreuliche Folge. In Augsburg aber versuchten es die Berliner wieder mit einer offensiveren Spielanlage, was zur Folge hatte, dass an der eigenen blauen Line auch mal kein Berliner war. So tauchte Connor James schon nach wenigen Minuten allein vor Rob Zepp auf, Berlins Torhüter konnte den Schuss des Augsburger Topscorers allerdings mühelos abwehren.

Später allerdings fielen dann die Tore im munteren Wechsel. Denis Pederson traf im 5:3-Überzahlspiel für die Berliner, noch im ersten Drittel gelang Darin Olver das 1:1. Brett Engelhardt brachte Augsburg dann in Führung, Pederson glich per Distanzschuss aus und dem engagiert spielenden Richie Regehr gelang mit einem strammen Schuss das 3:2 für die Eisbären. Dann Ausgleich Rhett Gordon und wieder Führungstor Berlin im Powerplay, diesmal durch Stefan Ustorf. Im letzten Drittel ging es turbulent weiter. Augsburgs Chris Collins schoss die Scheibe genau in den Winkel – 4:4.

Wenn beide Teams keinen Spieler auf der Strafbank hatten, war kaum ein Unterschied zu erkennen. Wie so oft im modernen Eishockey also zeigte sich der Unterschied im Überzahlspiel und da nutzten die Augsburger eine 5:3-Situation durch James zum 5:4 – es war die Vorentscheidung. Denn in der Schlussphase kassierte Regehr noch eine Disziplinarstrafe wegen Meckerns, dann mussten Derrick Walser und Tyson Mulock auf die Strafbank. Colin Murphy traf zum 6:4 für Augsburg und die Berliner waren um die Erkenntnis reicher, dass sie mit zuvor propagierten, vorsichtigeren Spielstil wohl besser liegen. Eisbären-Trainer Don Jackson sprach sogar von „unserem schwersten Saisonspiel“. Das allerdings habe trotz der Niederlage „auf hochklassigem Niveau“ stattgefunden. Tsp

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