• Eisbären weiter an der Spitze Die Berliner gewinnen mit 4:3 bei den Kassel Huskies

Sport : Eisbären weiter an der Spitze Die Berliner gewinnen mit 4:3 bei den Kassel Huskies

Helmut Anschütz

Kassel. Hans Eichel hatte es sich gestern nicht nehmen lassen, seinem Lieblings-Eishockeyklub einen Besuch abzustatten. Und der Verein kommt – wie der Finanzminister – aus Kassel. Doch der Fan aus der Politik brachte den Huskies vor 5600 Zuschauern in der Eissporthalle am Auestadion kein Glück. Der Gast aus Berlin gewann, dank einem Tor von John Gruden. 94 Sekunden vor der Schlusssirene erzielte der Eisbären-Verteidiger den entscheidenden Treffer zum 4:3 (1:1, 1:2, 2:0)-Erfolg der Berliner, die mit dem Sieg Tabellenführer in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bleiben.

Pierre Pagé hatte vor der Exkursion nach Kassel vor dem Gegner gewarnt. „Die Huskies sind die defensivstärkste Mannschaft in der DEL“, hatte der Eisbären-Trainer gesagt. Pagé hatte geahnt, dass in Kassel nicht unbedingt eine Eishockey-Gala zu erwarten war. Und so kam es auch. Nachdem das Spiel im ersten Drittel einige attraktive Szenen zu bieten hatte, wurde es im zweiten Abschnitt weniger unterhaltsam. Die Huskies warteten nur darauf, ihre Stärke im Powerplay ausspielen zu können. Die Eisbären gaben ihnen zwar selten Gelegenheit, doch wenn ein Berliner auf der Strafbank saß, wurde es gefährlich für Eisbären-Torhüter Oliver Jonas.

Dabei waren die Eisbären erst das erfolgreichere Team. Nach fünf Minuten hatte David Roberts das 1:0 für die Berliner erzielt. Roberts und Kollegen hatten das Spiel danach im Griff – bis Kelly Fairchild einen Ausflug auf die Strafbank unternahm. Da traf Brent Peterson bei Überzahl der Huskies zum 1:1. Die Kassler machten bei der nächsten Berliner Strafzeit weiter: Brad Bergen hatte eine Zwei-Minuten-Strafe bekommen, und Lars Jansson gelang das 2:1 für Kassel.

Wenig später konnte Mark Kosick ausgleichen. Doch in der 37. Minute brachte Zdenek Nedved mit einem Schuss in den rechten Torwinkel Kassel wieder in Führung. Es war der dritte Überzahltreffer der Huskies, diesmal saß Eisbären-Verteidiger Nico Pyka draußen.

Es sprach für die Berliner, dass sie sich von dem Rückstand nicht irritieren ließen. Im letzten Drittel gelang Sven Felski, der zuvor einige Male an Kassels Torhüter Rich Parent gescheitert war, der Ausgleichstreffer zum 3:3. Damit nicht genug; als Huskies-Fan Hans Eichel und die Zuschauer schon das Penaltyschießen witterten, folgte noch der große Auftritt von John Gruden. Ihr Kapitän sicherte den Berlinern mit seinem Tor einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieg.

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