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3:0-Sieg in Köln : Eisbären schlagen Haie

18.11.2012 21:10 Uhrvon
Geht doch zu null. Berlins Darin Olver (in weiß). Foto: nphBild vergrößern
Geht doch zu null. Berlins Darin Olver (in weiß). - Foto: nph

UpdateDas Spitzenspiel der DEL zwischen den Kölner Haien und dem amtierenden Meister fällt unerwartet deutlich aus. Die Berliner Eisbären gewinnen 3:0. Überzeugend ist diesmal auch der Mannschaftsteil, der zuletzt schwächelte.

Verlieren macht keinen Spaß, besonders nicht viermal hintereinander. Der ehrgeizige Haie-Trainer Uwe Krupp bewahrte am Sonntag nach dem 0:3 (0:0, 0:3, 0:0) gegen die Eisbären Berlin trotzdem die Fassung. Auf der Pressekonferenz gratulierte er seinem Berliner Kollegen Don Jackson freundlich per Handschlag („Good Job, Don“) und zog dann ein nüchternes Fazit: „Wir hatten viele Chancen, uns fehlte aber die letzte Konsequenz vor dem Tor.“ Jackson freute sich dagegen über ein „geduldiges“ Spiel seiner Mannschaft und schloss: „Ich bin stolz auf die Jungs.“

Das konnte er auch sein. Anders als bei dem 3:4 nach Verlängerung gegen Krefeld vom Freitag zeigten die Berliner in Köln eine hochkonzentrierte Leistung.

Vor 12.784 Besuchern in der Kölner Arena spielten die Haie zwar ganz ansehnlich, waren aber weniger abgeklärt und bissig als der Gegner, der ohne den verletzten NHL-Star Claude Giroux antrat. Die Eisbären waren oft einen Schritt schneller.

Das erste Duell der beiden Teams hatten die Haie im Oktober in Berlin mit 6:5 gewonnen. Es war ein sehr wildes Spiel. Diesmal agierten sowohl die Kölner als auch die Berliner geordneter in der Defensive und weniger brachial im Angriff. In einem zwar torlosen, aber flotten ersten Drittel hatte Laurin Braun die beste Chance der Eisbären (14.), er verzog jedoch. Bei den Haien setzte Stürmer Felix Schütz einen Penalty, den der Referee ihm großzügig zugestanden hatte, an den Pfosten.

Dass es nicht der Tag der Haie werden sollte, deutete sich zu Beginn des Mitteldrittels an. Bei Überzahl vergab der ehemalige Eisbär Alexander Weiß eine wunderbare Chance. Besser machten es die Berliner, sie brauchten im Anschluss nur drei Schüsse, um zwei Tore zu erzielen. Zunächst zog André Rankel unerwartet von der blauen Linie ab und überwand KEC-Keeper Youri Ziffzer (23.). Zweieinhalb Minuten später erhöhte Jens Baxmann nach Querpass von Tyson Mulock auf 2:0.

Die Haie mühten sich, waren aber im Abschluss ungenau bis glücklos. Und so nahmen die Dinge ihren Lauf: Kurz vor der zweiten Pause erhöhte T.J. Mulock  auf 3:0 für Berlin.
Der Frust der Kölner entlud sich in einem Faustkampf. Moritz Müller prügelte sich mit Jens Baxmann – immerhin ging dieser Kampf eindeutig an die Haie, Müller streckte den Berliner souverän nieder. „Ich wollte meinem Team ein Signal geben, dass das Spiel noch nicht verloren ist“, sagte Müller später.

Es half nichts, die Kölner kämpften zwar bis zum Ende, sie bissen sich an den humorlosen Berlinern aber die Zähne aus. So hatten sie zu Beginn des Schlussdrittels 84 Sekunden doppelte Überzahl und schafften es trotzdem nicht, richtigen Druck zu erzeugen. Die Eisbären verteidigten stark und verwalteten den Vorsprung. Sehr zur Freude der gut 300 Berliner Fans, die am Ende fröhlich sangen.

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