Sport : Eisern Alba

Berlins Basketballer erkämpfen sich ein 83:71 gegen Bamberg

Mathias Klappenbach

Berlin. Eine der Fragen, die den 7000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle auf einem Marketing-Fragebogen vor dem Spiel gestellt wurde, hieß: Warum kommen Sie zu den Spielen von Alba Berlin? Eine der Antwortmöglichkeiten war „basketballbegeistert“, und die hätten nach dem am Ende verdienten 83:71-Sieg gegen GHP Bamberg sicher wesentlich mehr Leute angekreuzt als vor dem Spiel oder noch zur Halbzeit.

Nach ausgeglichenem Start gelang es den Berlinern in der hektisch und hart geführten Bundesliga-Partie immer seltener, sich unter dem Korb der Bamberger durchzusetzen. Auch die Würfe aus der Distanz fanden in dieser Phase nur selten den Weg ins Ziel, nach dem ersten Viertel stand es 16:21. Als dann Stefano Garris mit einigen Wurfversuchen erfolglos blieb, waren sogar schon leise Pfiffe zu hören.

Vier Minuten waren im zweiten Viertel bereits gespielt, als DeJuan Collins mit einem Drei-Punkte-Wurf der erste Korberfolg für Alba in diesem Spielabschnitt gelang. Vorher hatte es 16:32 gestanden und schon so ausgesehen, als ob der desaströsen Leistung im Pokalspiel gegen Frankfurt vom vergangenen Donnerstag eine weitere herbe Niederlage folgen würde. Doch der Treffer von Collins war wie ein Startsignal, für Mannschaft und Zuschauer. Auf einmal „spielte Alba so, wie man es kennt“, sagte Bambergs Trainer Dirk Bauermann nach der Partie.

Dank der folgenden 14:2-Serie verkürzten die Berliner bis zur Pause auf 35:40. Und dann kehrte eine Mannschaft auf das Parkett zurück, die den Gegner ständig unter Druck setzte. „Alba hat in der zweiten Hälfte auf extrem hohem und vor allem physisch starkem Niveau verteidigt und uns den Schneid abgekauft“, sagte Bauermann. Dieser hohe Einsatz führte zu einigen heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Spielern beider Teams, die von den Schiedsrichtern energisch geschlichtet werden mussten.

Nach der ersten Führung (50:49) hielten die Berliner lange einen knappen Vorsprung. Zwei Minuten vor Schluss, beim Stand von 71:70, entschieden dann John Best und DeJuan Collins, der mit 18 Punkten bester Berliner Werfer war, mit zwei Drei-Punkte-Würfen das Spiel. „Jeder Spieler war bereit, und alle haben bis zum letzten gekämpft“, sagte Albas Coach Emir Mutapcic, dem Bambergs Rick Stafford mit der Schlusssirene vor die Füße gespuckt und einen Schubs gegeben hatte. Aber „daraus will ich gar keine große Sache machen“, sagte Mutapcic. Die Geste des Siegers einer umkämpften Partie. Bambergs Coach Bauermann kündigte hingegen Konsequenzen für Stafford an.

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