Eisern bleiben : Union Berlin will weiter siegen

Der Aufsteiger will auch seine letzten Drittliga-Spiele gewinnen. Es geht schließlich noch um Punktprämien. Derweil laufen die Planungen für die Zweitliga-Saison auf Hochtouren.

Dominik Schröter

BerlinBerlin - Auf den ersten Blick wirkt die Stimmung beim 1. FC Union gelöst. Die Sonne scheint, es wird gespielt im Training und gelacht. Union steht ohnehin schon als Meister der Dritten Liga fest, zwei Spieltage vor dem Ende der Saison. Als jedoch der Ball ins Aus trudelt, schreit Macchambes Younga-Mouhani, Stammkraft im defensiven Mittelfeld, laut seine Mitspieler an und fordert mehr Konzentration ein. Nein, die Unioner geben sich noch nicht zufrieden mit dem Geleisteten. „Die Mannschaft ist nach wie vor gierig auf Erfolge“, sagt Trainer Uwe Neuhaus, „schließlich gibt es auch jetzt noch Punktprämien zu holen.“ Deshalb will Union auch das letzte Heimspiel heute im Jahnsportpark in Prenzlauer Berg gegen Rot-Weiß Erfurt (13.30 Uhr) gewinnen.

Es soll der runde Abschied einer berauschenden Saison werden, in der Union von einem Sieg zum nächsten eilte, während die Fans in einer einzigartigen Aktion das Stadion restaurierten. Zur Feier des Tages darf Publikumsliebling Sebastian Bönig als Kapitän auflaufen. Trainer Neuhaus würdigt damit die letzten beiden Jahre, in denen Bönig für die Köpenicker stets gekämpft und sich nie über die wenige Spielzeit beschwert hat. In der kommenden Saison könnte Bönig dem Verein in der Geschäftsstelle helfen. Höhepunkt des Nachmittags dürfte die Meisterehrung durch den DFB sein.

Danach denken dann wohl fast alle an die nächste Saison, die Vorbereitungen im Hintergrund laufen schon lange. Die wichtigste Personalie – die Weiterverpflichtung von Karim Benyamina, der in der laufenden Saison 16 Tore schoss – ist noch nicht geklärt. „Wir gehen davon aus, dass wir uns in den nächsten Tagen einigen werden“, sagt Christian Beeck. Mit Dustin Heun, der sich nach Knieproblemen zuletzt wieder an die Mannschaft herangekämpft hatte, plant Union überraschenderweise nicht mehr. Lange hatte es so ausgesehen, als ob der Stürmer in Köpenick bleiben darf. Heun ist deshalb verärgert: „Ich habe mir für Union mein Knie kaputt gemacht“, sagt er. „Zwei Mal habe ich zu früh angefangen. Und dann bekomme ich so kurzfristig eine Absage.“

Das letzte Spiel dieser Saison gegen Kickers Emden wird also das letzte für Heun als Unioner sein. Danach geht die Mannschaft in die Sommerpause. Und dann kann auch Macchambes Younga-Mouhani für ein paar Wochen getrost den Ball ins Aus trudeln lassen. (mit mko)

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