Eishockey : An den Meistertitel glauben

Trainer Don Jackson kritisiert die Eisbären-Spieler nicht wie sein Vorgänger in der Öffentlichkeit - und förder damit die Mannschaft.

Claus Vetter

BerlinOft lässt sich Misserfolg leichter erklären als Erfolg. Don Jackson hat das Problem nicht. Der Trainer der Eisbären ist nicht überrascht darüber, wie gut seine Mannschaft in die Saison der Deutschen Eishockey-Liga gestartet ist. Das 5:1 am Sonntag gegen den EHC Wolfsburg war schon der vierte Sieg im fünften Punktspiel. Jackson sagt: „Der erste Teil meiner Saisonplanung könnte aufgehen. Wir müssen nach zehn Spieltagen oben sein, denn wenn du dann nicht auf einem Play-off-Platz stehst, ist es hart, dahin zu kommen.“

Der nach außen zurückhaltend wirkende US-Amerikaner Jackson arbeitet anders als sein am Ende von fünf Jahren in Berlin nicht mehr erfolgreicher Vorgänger Pierre Pagé. Der Kanadier kritisierte sein Personal schon mal öffentlich. Schließlich war der Trainer auch der Star der Eisbären. Das hat sich unter Jackson geändert, mit Folgen. Stürmer Christoph Gawlik sagt: „Die Stimmung in der Kabine ist so gut wie lange nicht mehr.“ Der neue Coach dürfte bislang wenig gemeckert haben. Jackson kritisiert seine Spieler prinzipiell in der Öffentlichkeit nicht, er legt Wert auf Einzelgespräche, um Selbstbewusstsein zu vermitteln. „Meine Spieler müssen daran glauben, dass sie auf einem guten Weg sind, und in das Team vertrauen“, sagt er. Erfolg sei eine Kombination aus „Gewohnheit, Bewegung und Anstrengung“.

Doch was, wenn es auf dem Eis mal nicht nach Wunsch läuft? „Auf Krisen müssen wir vorbereitet sein, ein gutes Team kommt da raus, wenn es an ein Ziel glaubt, und unser Ziel ist der Titel.“ Das hat Jackson schon vor der Saison gesagt, und das sagt er nun, nachdem fünf Spiele für die Eisbären vorbei sind, noch ein wenig selbstbewusster.

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