Eishockey : Berliner Eisbären unterliegen Hannover Scorpions

Die Eisbären haben haushoch gegen den DEL-Tabellenersten Hannover Scorpions verloren. Damit haben die Berliner ihre Chance vertan, den Vorsprung des Spitzenreiters zu verkürzen.

Robert Semmler[dpa]

BerlinDie Hannover Scorpions ziehen in der Deutschen Eishockey-Liga einsam ihre Kreise: Der Spitzenreiter gewann am Sonntag den Tabellengipfel bei Verfolger Eisbären Berlin 5:2 und liegt nach dem sechsten Sieg in Folge nun jeweils neun Punkte vor dem Titelverteidiger und Adler Mannheim. Der Ex-Meister patzte mit 2:3 bei den kriselnden Hamburg Freezers. Vierter bleiben die Krefeld Pinguine durch das 4:3 nach Verlängerung beim Vizemeister Kölner Haie, der wie Hamburg zumindest noch auf Platz zehn will und damit in die Vor-Playoffs. Auf Rang fünf folgen die DEG Metro Stars durch das 2:1 über den EHC Wolfsburg.

Hannovers Matchwinner in Berlin waren Verteidiger Sascha Goc mit einem Hattrick zum 4:2 und Nationaltorwart Dimitri Pätzold, der ab dem zweiten Drittel Alexander Jung ersetzte und ohne Gegentor blieb. "Wir haben gewonnen, weil wir kompakt und gut spielen und uns nicht durcheinanderbringen lassen", sagte Hannovers Trainer Hans Zach im TV-Sender "Premiere". Zudem habe sein Team auch Glück gehabt, fügte der Ex-Bundestrainer hinzu. Zach begründete den Torwartwechsel damit, dass sich Jung "nicht gut" gefühlt habe.

Höchster Scorpions-Sieg in Berlin

Im unterhaltsamen Spitzenspiel vor 14.200 Zuschauern brachte Florian Busch die Eisbären nach nur 79 Sekunden in Führung. Nach dem Ausgleich durch Rainer Köttstorfer (18.) sorgte Andy Roach nur 18 Sekunden später für die erneute Führung der Hausherren, die später immer wieder an Pätzold scheiterten. Sein Eisbären-Kollege Rob Zepp sah dagegen bei einem Doppelschlag von Goc (34./36.) nicht gut aus.

Der Ex-Nationalverteidiger sorgte mit seinem 19. Saisontor ins verlassene Berliner Gehäuse zwei Minuten vor Ende auch für die Entscheidung. "Wir spielen sehr gut in letzter Zeit. Wir arbeiten das ganze Jahr hart, das zahlt sich aus", sagte Goc zurückhaltend. Eric
Schneider (60.) sorgte sogar noch für den höchsten Scorpions-Sieg in Berlin. "Wir haben die besseren Chancen gehabt und die Tore nicht gemacht", meinte Berlins Routinier Stefan Ustorf.

Pokalendspiel nicht in Hannover

Pech hatten die Scorpions bei der Vergabe des Heimrechts im Pokalfinale. Wie die Auslosung in Berlin ergab, muss Hannover zur ersten Endspiel-Teilnahme am 24. Februar entweder zu den Straubing Tigers oder dem EHC Wolfsburg reisen. Beide ermitteln am 1. Februar den anderen Finalisten.

Die Füchse Duisburg kamen auch mit ihrem neuen lettischen Torwart Edgars Masalskis unter die Räder. Das Schlusslicht kassierte zwei Tage nach dem Spielabbruch in Iserlohn eine 3:7-Heimpleite im Keller-Derby gegen die Kassel Huskies. Am Freitag hatten sich die beiden Füchse-Keeper Ilpo Kauhanen und Lukas Lang verletzt. Weil kein Feldspieler ins Tor ging, wurde die Partie mit 5:0 für Iserlohn gewertet. Im bayerischen Derby gewannen die Straubing Tigers 4:1 bei den Nürnberg Ice Tigers.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben